Sambia

13.09.2006 - 17.10.2006

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Land und Leute

Landschaftlich war Sambia eher flach, nur die Grenzregion zu Malawi war bergig und einige Hügel in Richtung Tansania. Viel Buschlandschaft und wenig bevölkert. Buschcampen ist oft noch gut möglich.

Sambia ist ein friedliches Land und die Leute sind eher zurückhaltend. Von den zahlreichen Kirchengemeinden, waren auffällig viele von den Zeugen Jehovas. In jedem noch so kleinen Dorf stand von denen ein Gebetshaus.

Viele Schulen auch in kleinen Dörfern. Überaus zahlreiche Kinder wie überall in Afrika. Die Schulen sind gut angeschrieben, so dass wir wenigstens dort wussten wie der Ort hiess, durch den wir gerade fuhren. Ortsschilder waren eher selten zu finden vor den Dörfern.

Das Durchschnittsalter beträgt ca. 33 Jahre, denn AIDS ist auch hier stark verbreitet. Dies wird sich auch nicht bessern, denn der Afrikaner weigert sich ein Kondom zu tragen und Treue und Enthaltsamkeit gehören nicht zu seinen Tugenden.

Mit Ausnahme zur Grenze zum Kongo spürten wir wenig von Kriminalität. Wir hatten jedoch von einem Überfall mit Stichwaffen auf Italiener bei Livingstone gehört. Stark frequentiertes Touristengebiet lockt leider auch Räuber an und auch Zimbabwe ist nicht weit. In Livingstone wurde ein Südafrikaner beim Geldwechseln auf der Strasse übers Ohr gehauen, denn man drehte ihm für 7'000 Rand Falschgeld an.

Strassenzustände

Gleich nach dem Grenzübergang nach Chipata deutlich schlechtere Teerstrasse als in Malawi. Schmal, ausgebrochener Strassenrand und vereinzelte Schlaglöcher.

Die Piste von Chipata zum South Luangwa N.P. war in einem schlechten Zustand, wegen den tiefen Löchern und Spurrillen, nur langsames vorwärtskommen, aber nicht schwierig zum Befahren.

Die Piste nach Petauke war schwierig zu finden, wegen den zahlreichen unbeschilderten Pisten welche zu diversen Hotels/Lodgen führten. Die Piste war für uns die ersten 100 km gut befahrbar, da wir in der Trockenzeit hier waren. Tiefe Spurrillen wiesen aber auf Schwierigkeiten während der Regenzeit hin. Danach wurde die Piste für ca. 45 km hügelig. Bei den Auf- und Abfahrten waren tiefe Gräben durch vergangene Regenzeiten entstanden. Grobe Steine erschweren zudem ein rasches Vorwärtskommen. Die letzten 55 km bis nach Petauke waren wieder gut befahrbar.

Die Teerstrasse T4 von Petauke bis nach Lusaka war durchgehend gut.

Die Teerstrasse T2 von Lusaka nach Chirundu war anfänglich gut, wurde dann aber ab Kafue löchrig. Einige lange Baustellen zwangen uns auf holprigen Pisten zu fahren. Viele LKWs.

Die Piste von Chirundu zum Lower Zambezi war sehr buckelig und es galt ein paar Gräben zu durchfahren; man kommt nur langsam voran. Die handbetriebene Fähre über den Kafue wurde ersetzt und die neue Fähre kostet nun für Allradfahrzeuge 20 US$. Ausländer haben in US-Dollar zu zahlen. Gemäss Aussage von Frau Ilona Hupe, gibt es in Sambia aber ein Gesetz, welches ein Recht auf Bezahlung in einheimischer Währung gewährt. Hart bleiben, wenn man sich seine Dollars noch aufsparen will.

Gute Teerstrasse nach Siavonga.

Gute Teerstrasse M9 von Lusaka zum Kafue N.P. Die Pisten im National Park sind durchwachsen. Nord-Süd-Durchfahrung kein Problem, mit Ausnahme der schwachen Holzbrücke beim Moshi Camp. Diese wird z.Zt. neu gebaut. Auch in der Trockenzeit war es wegen den tiefen Spurrillen von 4x4-Lkws eine Schlammschlacht durch den Fluss zu fahren. Keine andere Möglichkeit, wenn das Fahrzeug für die Brücke zu schwer ist. Die Piste wird nördlich von Lufupa deutlich schlechter. Die zahlreichen kleinen Pisten im Busanga Plain sind nicht ausgeschildert und verwirrend. Nördlich vom Shumba Camp abenteuerliche Brücken Marke Eigenbau vom Camp.

Nach der Ausfahrt beim Kabanga Post wir die Piste deutlich schlechter. In der Regenzeit Schlammschlacht.

Die weitere Piste bis kurz vor Kasemba ist in der Regenzeit ebenfalls schwierig zu befahren. In der Trockenzeit sehr uneben.

Kurz vor Kasemba beginnt eine neue Teerstrasse, welche in einem sehr guten Zustand ist bis nach Solwezi.

T5 gute Teerstrasse von Solwezi bis nach Chingola.

Die T3 ist eine gute Teerstrasse. Zwischen Kitwe und Ndola 4-spurige Autobahn.

Die T2 ist nun ebenfalls eine gute Teerstrasse bis nach Nakonde, nur noch vereinzelt gibt es Schlaglöcher, welche aber nun gefährlicher sind, da man mit hoher Geschwindigkeit kommt.

Visum

Wir haben 14 Tage vor der Einreise einen Visa Waiver per E-Mail bei Flatdogs beantragt und bekannt gegeben, wann und wo wir die Grenze passieren werden. Bei der Grenze gaben wir bekannt, dass Flatdogs für uns einen Visa Waiver ausgestellt hat. Tatsächlich war im Immigration Büro an der Grenze ein Ordner von Flatdogs, in welchem das Schreiben für uns hinterlegt war. Damit entfiel für uns die Visumsgebühr in Höhe von 25 US$. Maximal 30 Tage ist das Visum gültig. Innerhalb der ersten 14 Tage kann man für max. 7 Tage mit einem Re-Entry Visa kostenlos aus- und wieder einreisen, welches vorher in einem Immigrationsbüro beantragt werden muss. Wer nach dieser Frist wieder einreisen will, muss das Visum bezahlen.

In Lusaka konnten wir unser Visum gebührenfrei und ohne Wartezeit verlängern. Die Immigration in Lusaka ist im Public Service Pension House, welches das nächst südliche Gebäude zum Indeco Hochhaus an der Cairo Road ist. Am Ende der Querstrasse Sapde Road im 2. Stock. Bewachter Parkplatz schräg gegenüber.

Autoversicherung und Carbon Tax

An der Grenze behaupteten wir bereits eine Yellow Card zu besitzen, da an der Grenze die Versicherungen immer zu überhöhten Preisen abgeschlossen werden.

Unsere Third-Party-Autoversicherung haben wir in Chipata für 90 Tage bei Zambian International Insurance Comp. für 150'000 ZMK abgeschlossen. 30 Tage kosteten 100'000 ZMK – 60 Tage gab es nicht. Auch die Yellow Card (Comesa) haben wir dort beantragt. Für 6 Monate 40 US$, 8 Monate 45 US$ und für ein Jahr verlangte man 200'000 ZMK (50 US$). Wir haben bei dem geringen Preisunterschied sicherheitshalber für ein Jahr abgeschlossen und stellten sicher, dass alle ostafrikanischen Länder aufgeführt waren und kein Land gestrichen wurde, obwohl es dort dafür keine Abdeckung gab. Ob Ägypten dies akzeptiert, werden wir dann an der Grenze sehen, denn wir haben gehört, dass man dort auf eine ägyptische Versicherung besteht.

Seit 01. April 2006 ist auch in Sambia eine Carbon Tax zu entrichten. Nur ausländische Fahrzeugen müssen an der Grenze zahlen. Für unseren Hubraum, sprich über 3000ccm, mussten wir 200'000 ZMK hinlegen. Dies entspricht ungefähr 50 US$. An der Grenze kann man nur auf dem Schwarzmark Geld wechseln, den Wechselkurs unbedingt verhandeln. Offiziell wurden wir vom Beamten an die Geldwechsler verwiesen, da man nur die lokale Währung für die Carbon Tax akzeptierte.

Polizei und Grenzen

Die Grenzer waren bei der Einreise höflich und kompetent.

In Sambia gab es einige Militär- und Polizeikontrollen, welche immer freundlich und korrekt waren. Nur auf der Strecke T2 in Richtung Tansania wurde freundlich nach unserem Pass und unserem Führerschein gefragt.

Wichtig: In Sambia muss man hinten zwei rote Streifen und vorne zwei gelbe Streifen auf die Stossstange aufkleben, denn darauf wird gern geachtet und kostet ca. 20 US$ Strafe, wenn die Streifen fehlen sollten!

ACHTUNG: In Lusaka gibt es in südlicher Richtung zwischen dem Arcades und dem Manda Hills Einkaufszentrum fast immer eine mobile Radarkontrolle. Nicht schneller als 65 km/h fahren, eher viel langsamer. Man holt gerne Ausländer und gute aussehende Fahrzeuge aus dem Verkehr.

Auch wenn man Lusaka verlässt und in Richtung Kafue fährt, gibt es häufig in Richtung Kafue eine mobile Radarfalle.

Die Ausreise verlief problemlos.

Geld

Unser Kurs war: 1 CHF : 3'268 ZMK; 1 US$ : 4000 ZMK (ZMK = Zambian Kwacha)

In jeder grösseren Stadt konnte man bei diversen Banken mit der Visakarte am ATM-Geldautomaten Geld beziehen. Max-Betrag: 2'000'000 ZMK.

In Sambia ist alles extrem überteuert, Lebensmittel und Treibstoff reissen ein tiefes Loch in die Reisekasse.

National Parks pro Person und Tag

- South Luangwa - 30 US$ und 15 pro Fahrzeug für 24 Stunden. Bei einem organisierten Nightdrive kostet der Eintritt zum N.P. nur 25 US$, plus 35 US$ für die Fahrt mit dem Safari-Fahrzeug. Start um 16 Uhr, man kann aber am nächsten Tag von 6 Uhr bis 16 Uhr wieder in den Park und muss nur noch 15 US$ für das eigene Fahrzeug bezahlen. Schlechter Umrechnungskurs von US$ in ZMK (1:4'500 normalerweise zwischen 1:4'000 oder 1:3'500).

- Lower Zambezi – 30 US$ und 15 US$ pro Fahrzeug und Tag. Keine 24 Std.-Regelung

- Kafue National Park – 15 US$ und 15 US$ pro Fahrzeug. Kein 24 Std.-Regelung, dafür nur einmalige Eintrittgebühr, wenn man im Lufupa Camp übernachtet. Camping 5 US$ am Gate plus 7 US$ im Lufupa Camp für die Benutzung der Einrichtungen. (Umrechnungskurs bei uns 1:4'100) Wenig Tiere!

- Kasanka N.P. – 10 US$ und 15 US$ pro Fahrzeug. Camping 25'000 Kwachas. Ende Oktober gibt es immer eine Invasion von Flughunden, wir waren leider zu früh und haben keine gesehen. Wenig Tiere!

Übernachtungen

South Luangwa – Flatdogs Camp – 7,50 US$ (stellen Visa Waiver aus)
South Luangwa – Wildlife Camp – 7,50 US$
South Luangwa – Croc Valley Camping – 5 US$
South Luangwa – Track und Trail Camping – 10 US$
Luangwa Bridge – Bridge Camp – 7,50 US$ – wenig Platz
Lusaka – Eureka Farm – 5 US$ oder 20'000 ZMK – viele Overlander
Lusaka – Pioneer Camp – 25'000 ZMK (stellen Visa Waiver aus) angenehmer Platz
Lower Zambezi – Kiambi Lodge – 10 US$ (arroganter Manager und schlechter Umrechnungskurs in Kwacha)
Lower Zambezi – Kwalata Lodge – 30'000 ZMK – sehr schön am Sambesi gelegen
Siavonga – Eagles Rest – 20'000 ZMK – wenig Schatten
Siavonga – Sandy Beach – 30'000 ZMK
Beim Kafue N.P. – Mukambi Lodge – 10 US$
Kafue N.P. – Lufupa Camp – 5 US$ beim Gate und nochmals 7 US$ im Camp – schön
Chingola – Chimfunshi Chimp Sanctuary – 8 US$ – schön gelegen aber sehr einfach
Mkushi Boma – Forest Inn – 25'000 ZMK
Kasanka N.P. – Kabwe Camping – 25'000 ZMK
Shiwa Ngandu – Kapisha Hot Springs – 10 US$, guter Wechselkurs 1:3'500
Bei Nakonde – Kings Highway – 5 US$ oder 20'000 ZMK

Verschiedenes

Dieselpreis: 4677 SMK/Liter (CHF 1.43) in Ndola und 4724 SMK/Liter (CHF 1.45) in Lusaka
In abgelegenen Gegenden wie Chipata oder Nakonde 5452 SMK/Liter (CHF 1.67)

GPS Informationen

Wo

Was

Breitengrad

Längengrad

Kafue N.P. Lufupa Camp S 14° 36.929' E 026° 11.364'
Kasanka N.P. Kabwe Camp S 12° 32.472' E 030° 12.702'
Lake Kariba Sandy Beach S 16° 29.142' E 028° 39.821'
Lower Sambesi Kawalata Lodge S 15° 56.544' E 029° 00.560'
Lower Sambesi Lower Sambesi River Camp (Kiambi Lodge) S 15° 56.253' E 028° 55.601'
Luangwa Brücke Bridge Camp S 15° 00.314' E 030° 12.915'
Lusaka Arcades Einkaufszentrum S 15° 23.523' E 028° 18.991'
Lusaka Eureka Park S 15° 30.191' E 028° 15.912'
Lusaka Immigration S 15° 25.471' E 028° 16.992'
Lusaka Manda Hill Einkaufszentrum S 15° 23.916' E 028° 18.433'
Lusaka Mobile Radarkontrolle (fast immer anwesend, 65km/h) S 15° 23.744' E 028° 18.673'
Lusaka Pioneer Camp S 15° 23.714' E 028° 27.092'
Mkushi River Forest Inn S 13° 43.338' E 029° 09.412'
Nähe Chingola Chimfunshi Chimp Sanctury S 12° 21.461' E 027° 33.217'
Nähe Kafue N.P. Bush Camp S 14° 59.286' E 025° 56.705'
Nähe Nakonde Kings Highway S 09° 40.874' E 032° 42.842'
Nähe Shiwa Ngandu Kapishya Hot Springs Lodge & Campsite S 11° 10.149' E 031° 36.010'
South Luangwa N.P. Croc Valey S 13° 06.021' E 031° 47.642'
South Luangwa N.P. Flatdogs Camp S 13° 06.055' E 031° 46.708'

Tagebücher

Unsere detaillierten Erlebnisse kannst Du in der jeweiligen Woche nachlesen (Datum anklicken):

1. Woche (KW37 2006)
2. Woche (KW38 2006)
3. Woche (KW39 2006)
4. Woche (KW40 2006)
5. Woche (KW41 2006)
6. Woche (KW42 2006)