Tansania

17.10.2006 - 28.10.2006

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Land und Leute

Den Teil von Tansania den wir befahren haben, war oft hügelig bis bergig. Wir haben einige schöne Berge gesehen. Für Wanderfreunde gibt es gute Möglichkeiten, doch ist ein Führer empfehlenswert, da es schon zu Überfällen auf einsame Wanderer gekommen war, zudem sind die Wege schlecht bis gar nicht ausgeschildert.

Wir waren zwar nur in Dar es Salaam am Meer, doch hörten wir von anderen Reisenden, dass es zwischen Tanga und Pangani sowie in Mtwara herrliche Strände geben soll. Das Meer soll dort zum Schwimmen und Schnorcheln einladen.

Die Leute waren uns gegenüber stets freundlich und hilfsbereit. Inder und Araber haben wir an der Küste viele getroffen. An der Küste herrscht der moslemische Glauben vor, wie man unschwer an der Kleidung der Leute erkennen kann. Der arabische Einschlag war unverkennbar. Das Angebot auf den Märkten war reichhaltig, die Preise im Supermarkt hoch.

Gen Norden trafen wir vermehrt auf Masai, welche immer noch stolz ihre traditionelle Kleidung trugen. Die Frauen waren mit schwerem Silberschmuck behängt. Letztere werden an touristischen Orten oft lästig, da sie aufdringlich billigen Ramsch verkaufen wollen.

Strassenzustände

A104 passable Teerstrasse von Tunduma bis Iringa, mit gelegentlichen Schlaglöchern.

Die Teerstrasse A7 bis nach Morogoro war wellig und oft ausgebrochen am Strassenrand. Die Strasse ist eher schmal und führt durch bergige Landschaft. Zahlreiche Kurven und extrem viel LKWs mit überhöhter Geschwindigkeit machen die Strecke gefährlich. Wir sahen in diesem Streckenabschnitt viele Unfälle, da an unübersichtlichen Stellen überholt wurde. Ausserdem sind die Bremsen der Trucks meist schlecht gewartet und so rutscht gern mal ein LKW in den Abgrund.

Gute Teerstrasse von Morogoro bis nach Dar es Salaam. Enge Strassen im Stadtzentrum mit arabischem, wuselig Ambiente. Es darf gedrängelt werden!

Dar es Salaam bis Bagamoyo akzeptable Teerstrasse, nach Dar nur noch wenig Verkehr.

Bagamoyo bis Msata annehmbare Allwetterpiste.

A14 Msata bis Segera gute Teerstrasse.

B1 von Segera bis Himo stellenweise Schlaglöcher. Busse überholen in einem Affentempo.

A23 Himo bis Arusha gute Teerstrasse.

Die A104 von Arusha bis zur Grenze nach Kenia führt über eine Hochebene. Die Strasse ist schmal und nicht immer sehr gut. Wenig Verkehr.

Visum

An der Grenze sind pro Person 50 US$ zu bezahlen. Es werden von Ausländern nur US$ oder Euros akzeptiert. Diese in grossen Noten, denn „kleine Köpfe“ werden nicht akzeptiert. Der Euro wird mit dem US$ gleich gesetzt. 50 US$ = 50 Euro! Die Lokale Währung wird von Ausländern nicht akzeptiert.

Autoversicherung und Carbon Tax

Eine Versicherung ist nicht wirklich obligatorisch, doch empfehlenswert. Wir hatten in Sambia unsere Yellow Card (Comesa) für ein Jahr abgeschlossen. Einen Versicherungsnachweis mussten wir nie zeigen.

Eine Carbon Tax ist in Tansania nicht zu entrichten, dafür müssen ausländische Fahrzeuge an der Grenze 20 US$ für eine Road Tax und nochmals 5 US$ für eine Road Fee bezahlen. Für was die 5 US$ erhoben wurden, war uns nicht wirklich klar, zumal diese in der Schublade der Dame hinter dem Schreibtisch flossen. Wir erhielten dafür aber eine offizielle, separate Quittung.

Polizei und Grenzen

Die Grenzer waren bei der Einreise etwas stur, denn man verlangte die 50 US$ für das Visum in grossen Dollarnoten – Big Heads. Mit viel Geduld und einer Stunde Wartezeit war man dann doch bereit unsere kleinen Noten zu akzeptieren. Ich hatte leicht traurig erwähnt, dass dies aber kein freundlicher Empfang sei für die Gäste von Tansania. Hatte gewirkt!

Auch in Tansania gab es einige Militär- und Polizeikontrollen, welche freundlich und korrekt waren.

ACHTUNG: Auf der A7 nach Morogoro in Richtung Dar es Salaam gab es eine mobile Radarkontrolle. Die Speedguns sind schon alt und ungenau. Die Beamten sind streng und leicht unhöflich. Nicht schneller als 50 km/h innerhalb der Ortschaften fahren, auch wenn es nur wenige Strohhütten sind. Gutbetuchte Touristen werden bevorzugt zur Kasse gebeten. Mit GPS kann man nachweisen wie schnell man tatsächlich zum angegebenen Zeitpunkt gefahren ist. Polizei droht gleich mit Gericht – nicht einschüchtern lassen. Auf eigenes Beweismaterial bestehen, wenn man nicht wirklich viel zu schnell gefahren ist. Polizei baut Zeitdruck auf – nicht beirren lassen. Erklären, dass die Daten vom GPS geladen und aufbereitet werden müssen. Meist gibt der Beamte dann auf! Immer freundlich, aber bestimmt bleiben. Die Strafe hätte 20'000 TSH gekostet.

Bei der Ausreise lief alles korrekt ab. Hier gab es zum ersten Mal in Afrika einen Pass-Scanner. Warteschlange an den Schaltern, da der Andrang gross war.

Geld

Unser Kurs war: 1 CHF : 993 TSH; 1 US$ : 1’200 TSH (TSH = Tanzanian Shilling)

In jeder grösseren Stadt konnte man bei diversen Banken mit der Visakarte am ATM-Geldautomaten Bargeld beziehen. Max-Betrag: 400'000 TSH.

National Parks pro Person und Tag

Wegen den überhöhten Preisen für ausländische Fahrzeuge, haben wir auf den Besuch eines Tierparks verzichtet. Über 2 Tonnen bezahlen 150 US$ pro Tag, hinzu kommen 30 US$ für den Campingplatz und nochmals der Parkeintritt selber, welcher von Park zu Park variiert.

Übernachtungen pro Person und Nacht

Bei Iringa – Old Farmhouse Kisolanza – 3 US$ oder 3’500 TSH (Super Dinner bei Kerzenlicht – nicht verpassen! Ambiente genial. Essen reichhaltig und ausgezeichnet.)
Nach Mikumi N.P. – Melala Mzuri – 2'000 TSH was für den verwilderten Platz immer noch viel zu viel war. Kein Wasser, keine Dusche, keine Toilette, Platz ist verkommen!
Dar es Salaam – Sunrise Beach Resort – 4000 TSH (Kleiner, sauberer Campingplatz mit Schatten – grosses Restaurant mit schlechter bis mässiger Küche. Rezeption sehr hilfsbereit!)
Dar es Salaam – Kipepeo – 4 US$ – Kein Schatten – Overlander/Backpacker-Platz
Dar es Salaam – Silver Sands – 3’000 TSH plus 2’000 für das Auto pro Tag. Leicht verwahrlost.
Bagamoyo – Traveller’s Lodge – 6'000 TSH – Dt. Leitung schön, aber schlecht zum Baden da der Strand unsauber ist. Fischer putzen ihre Fische und viel Seegras wird angeschwemmt
Arusha – Masai Camp – 6'500 TSH – Overlander und Diskomusik die halbe Nacht

Verschiedenes

Dieselpreis: 1295 TZS/Liter (CHF 1.30) in Dar es Salaam und 1370 TZS/Liter (CHF 1.38) in Mbeya

GPS Informationen

Wo

Was

Breitengrad

Längengrad

Arusha Masai Camp S 03° 23.110' E 036° 43.206'
Bagamoyo Traveller's Camp S 06° 26.035' E 038° 54.297'
Dar es Salaam Botschaft der Schweiz S 06° 47.470' E 039° 16.732'
Dar es Salaam Botschaft vom Sudan S 06° 48.154' E 039° 17.107'
Dar es Salaam Fähre nach Kigamboni S 06° 49.180' E 039° 17.857'
Dar es Salaam Kigamboni / Kipopeo S 06° 51.099' E 039° 21.698'
Dar es Salaam Kigamboni / Sunrise Beach Resort S 06° 51.047' E 039° 21.546'
Dar es Salaam Shoppers Einkaufszentrum S 06° 46.142' E 039° 15.770'
Nähe Mafinga Old Farm House Kisolanza S 08° 08.768' E 035° 24.775'
Nähe Morogoro Melala Mzuri Campsite S 06° 56.524' E 037° 16.078'

Tagebücher

Unsere detaillierten Erlebnisse kannst Du in der jeweiligen Woche nachlesen (Datum anklicken):

1. Woche (KW42 2006)
2. Woche (KW43 2006)