| Niger |
13.07.2005 - 18.07.2005
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Der Süden von Niger ist sehr flach. Die Dörfer erinnerten uns von der Bauweise an Burkina Faso, auch hier wurden herzige Speicher neben den Rundhütten gebaut, welche wegen der Nagetiere auf Stelzen gesetzt wurden.
Wir haben wegen der Regenzeit den Niger als sehr grün erlebt und die fleissigen Leute haben überall endlose Maisfelder angebaut. Diese begleiteten uns fast bis in den Tschad. Im Osten wurden die tradionellen Kleider getragen und die Frauen hatten goldene Nasenringe. Kuh- und Kamelherden waren oft zu sehen.
Die Leute winkten uns überall freundlich zu und wir fühlten uns rasch wohl in diesem gastfreundlichen Land. Die Menschen sind sehr arm, die aggressive Bettelei von Mali haben wir hier trotz der offensichtlichen Armut nicht erlebt.
Strassenzustände
Die Teerstrasse von der Grenze Gaya nach Dosso war in einem relativ guten Zustand. Wir mussten 400 CFA für die Strecke zahlen.
Von Dosso nach Niamey führte ein neue Teerstrasse, die durchaus gutem europäischem Standard entspricht. Auch hier mussten wir eine Strassengebühr von 400 CFA bezahlen.
Die geteerte Strecke von Dosso nach Dogondoutchi war ebenfalls in einem super Zustand. Man kommt sehr gut vorwärts. Die Gebühr betrug wiederum 400 CFA.
Die Teerstrasse von Dogondoutchi nach Zinder war wechselhaft, bis Maradi gut und danach von Schlaglöchern gezeichnet. Kurz nach Birnin Konni war eine ganze Brücke und das gesamte Umland unter Wasser. Flink wurden wir unentgeltlich von Helfern durch die überflutete Stelle gelotst. Die Strassengebühr von Dogondoutchi nach Zinder betrug 1'700 CFA.
Die Überreste der Teerstrasse von Zinder nach Gouré waren eine wahre Katastrophe.
Nach Gouré wurde eine neue Teerstrasse gebaut, die aber nur etwa 40 50 km anhält. Danach ist die Piste / Strasse sehr abwechslungsreich. Viele Schlaglöcher. Nach Diffa wird die Strecke dann ganz übel. Nun konnten schon Kamele und Esel in den Wasserlöchern der Piste baden. Umfahrung möglich, jedoch nervig und zeitraubend. Piste bleibt miserabel bis Nguigmi. Die Strassengebühr für die üble Strasse betrug in Zinder stolze 1'500 CFA.
Ab Nguigmi nur noch Sandspuren. Die Ausfahrt in Nguigmi in Richtung Tschad ist nicht ausgeschildert und muss erfragt werden. Unweit vom Grenzpolizeiposten ist in Richtung Westen eine Buvette (Bar), gegenüber zweigt eine breite Piste durch das Dorf ab. Dieser folgen. An der Ausfahrt von Nguigmi gibt es wieder eine Verzweigung, rechts halten. Danach den LKW Spuren nach Daboua folgen. Weichsandig und Allrad erforderlich, sofern man nicht dauernd schaufeln möchte.
Visum
Visum für den Niger in Accra/Ghana beantragt. Innerhalb von 2 Stunden erhalten; 25'000 CFA pro Person für 1 Monat; gültig ab Einreise, zwei Fotos; Single Entry
Zusätzlich mussten wir 15'000 Cedis pro Person für das Antragsformular bezahlen.
In Niamey haben wir das Visum für den Tschad beantragt und innerhalb von einer Stunde erhalten; 15'000 CFA p.P. für 1 Monat; zwei Fotos; Single Entry
Es musste ein Formular mit Durchschlag ausgefüllt werden.
Autoversicherung
Neue Carte Brune in Ghana abgeschlossen für 2 Monate.
Polizei und Grenzen
Die Grenzeformalitäten bei beiden Grenzübergängen wurden korrekt, freundlich und zügig erledigt.
Unterwegs viele Polizeikontrollen. Im Westen wurden wir meistens durchgewunken. Im Osten dann häufigere freundliche Kontrollen. Leider hatten wir dort auch ein paar Ausnahmen von der Marke Mister Superwichtig getroffen, welche dann nicht so freundlich aber korrekt waren. Besonders unfreundlich erlebten wir die Kontrollen kurz nach Zinder und in Diffa.
Wir haben aber keine Korruption im Niger erlebt, nur einmal wurden wir nett nach einem Geschenk gefragt.
Geld
Kein ATM (Geldautomaten) im ganzen Land. Bargeld kann in jeder Bank gegen eine Gebühr in Höhe von ca. 10% gewechselt werden. In Niamey kann man in einem Hotel mit der Visakarte Geld beziehen, leider habe ich den Namen vergessen. Jeder Bank ist aber der Name des Hotels bekannt und kann erfragt werden.
Unser Kurs war: 1 Euro ca. 650 CFA.
Übernachtungen
Der Campingplatz Yantala in Niamey war laut, schutzig und übelrichend. Trotzdem wurden stolze 5'000 CFA verlangt.
Im Hotel Magama in Dogondoutchi konnten wir im Hof campieren und erhielten eine Schlüssel für eine Rundhütte, wo wir duschen konnten. Nicht sehr sauber, jedoch nette Besitzer. Preis gemäss Verhandlung; wir bezahlten 2000 CFA.
In Zinder haben wir im Hinterhof vom Hotel Central übernachtet. Anfangs wurden frech 6'000 CFA gefordert, konnten den Preis auf 3'000 CFA drücken. Laute Diskomusik die ganze Nacht, was wir erst später merkten und dreckige Sanitäre-Anlagen. Es soll noch einen Campingplatz geben, wie uns später Gisi und Rüdiger mitgeteilt haben.
In Gouré konnten wir gratis im Kulturzentrum übernachten. Am Wochenende ebenfalls laute Diskomusik, jedoch freundliche Leute. Bar und Restaurant nebenan.
In Nguigmi haben wir gratis bei der Grenzpolizei geschlafen. Wir hatten gerade Pech, denn die ganze Nacht wurde lautstark ein Verhör mit einem Bösewicht geführt.
Verschiedenes
Dieselpreis: 490 CFA / Liter
GPS Informationen
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Wo |
Was |
Breitengrad |
Längengrad |
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Dogondoutchi |
Hotel Magama |
N 13° 38.009' |
E 004° 01.957' |
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Gouré |
Kulturzentrum |
N 13° 59.254' |
E 010° 16.052' |
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Nguigmi |
Grenzposten |
N 14° 15.505' |
E 013° 06.782' |
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Niamey |
Botschaft von Frankreich - zuständig auch für Gabun |
N 13° 30.918' |
E 002° 06.104' |
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Niamey |
Botschaft von Tschad |
N 13° 31.036' |
E 002° 05.803' |
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Niamey |
Campement Yantala |
N 13° 32.076' |
E 002° 04.706' |
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Niamey |
Toyota Hauptvertretung |
N 13° 29.523' |
E 002° 08.612' |
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Zinder |
Hotel Central |
N 13° 48.262' |
E 008° 59.338' |
Tagebücher
Unsere detaillierten Erlebnisse kannst Du in der jeweiligen Woche nachlesen (Datum anklicken):
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