Mosambik

15.07.2006 - 13.08.2006

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Land und Leute

Mosambik ist mit Ausnahme zur Grenze nach Zimbabwe sowie im Norden ein relativ flaches Land, doch wenn man zur Küste fährt entsteht der Eindruck, man habe das Paradies vor sich. Endlose weisse Sandstrände und Palmenwälder.

Die Leute sind sehr fleissig, überall wird etwas angebaut. Zwischen den Palmenhainen werden Maniok, Ananas, Mais, etc. angepflanzt. An der Strasse werden massenweise Cashew Kerne angeboten. Frischer Fisch wird täglich gefangen und im Norden des Landes grosse Langusten aus dem Wasser gezogen. Ein Angler- und Tauchparadies!

Die Leute sind fröhlich und haben eine beneidenswerte Gelassenheit an sich. Teilweise wird sogar Deutsch gesprochen, denn einige hatten die Gelegenheit für eine bestimmte Zeit in der damaligen DDR zu leben.

An den Stränden wird über das Wochenende oft ausgelassen gefeiert, getanzt und gelacht. Es erinnerte mich sehr an Brasilien.

Die Kriminalität ist in Maputo vielleicht höher als im Rest des Landes. Wir haben die Grossstadt gemieden und haben uns im ganzen Land überaus wohl und sicher gefühlt. Oft trafen wir auf einen erhobenen Daumen oder ein freundliches Winken mit einem Lächeln im Gesicht.

Das Hauptverkehrsmittel scheint neben den Chapas (Minibusse) das Fahrrad zu sein. Kulinarisch konnten wir wieder einmal richtig schlemmen, denn durch die Nähe des Meeres waren gegrillter Fisch und Meeresfrüchte frisch und günstig.

Strassenzustände

Wir mussten nach der Grenze einmal 95'000 Meticais/MT (ca. 5.50 CHF.) und kurz vor Maputo noch einmal 17'500 MT (1 CHF) Strassengebühren bezahlten.

Die EN1, welche vom Süden in den Norden führt, ist grösstenteils schon gut ausgebaut.

Nach Xai-Xai kommt ein schlaglochreiches Stück Teerstrasse, welches nach ca. 50 km wieder besser wird.

Grössere Baustelle und Umleitung auf eine staubige Piste kurz vor Inharrime. Im Ort selber reihte sich Schlagloch an Schlagloch.

Die Stichstrasse zur Praia do Závora ist eine Rumpelpiste und 17 km lang. Ohne Allrad befahrbar.

Nachdem die Baustelle auf der EN1 beendet war, folgte eine gute Teerstrasse bis Inhambane.

Gute Piste zur Ponta da Barra, von dort aus weichsandig bis zum White Sands Campingplatz. Schmale tiefsandige Piste zum Lighthouse. Zahlreiche tiefe Äste – nicht für LKW geeignet.

Gutausgebaute Teerstrasse von Inhambane bis zur Abzweigung Praia do Morrungulo, von dort aus gute Piste zum Morrungulo Beach Resort. Tiefsandige Piste zu Sylvia Shoal, wegen Bäumen nicht für LKW geeignet.

200 m weiter auf der EN1 kommt die Abzweigung nach Pomene. 54 km-lange, stellenweise tiefsandige Piste. Holprig.

Der weitere Verlauf der EN1 war bis Nhachengue nur löchriger Teer und die Schlaglöcher waren teilweise sehr tief. Danach neue Teerstrasse, gefolgt von einer längeren Baustelle. Die Piste neben der Strasse war aus puderigem, roten Staub, aber gut befahrbar. Immer wieder Baustellen bis Vilanculos.

Stichstrasse nach Vilanculos war geteert.

Die EN1 weiter nach Norden war anfänglich von Baustellen durchsetzt, doch liess es sich gut fahren. Danach folgte eine sehr gute Teerstrasse bis zur Abzweigung zum Gorongosa N.P.

Rüttelpiste in den Park bis nach Chitenco. Pisten innerhalb des National Parks endeten oft im Nirgendwo.

Weiter in Richtung Caia war die EN1 bestens geteert.

Die zügige Fährverbindung über den Sambesi kostete 100'000 MT.

Weiterhin gute Teerstrasse bis nach Quelimane.

Schmale Teerstrasse zur Praia de Zalala. Achtung, die Einheimischen fahren oft sehr schnell hier! Zahlreiche Fussgänger und Fahrradfahrer.

Im weitere Verlauf war die EN1 gut bis Namacurra, danach kam eine lange Baustelle, wo wir neben der Strasse wieder auf einer Piste fahren mussten. Die Piste war staubig, jedoch gut zu befahren.

Von Malei bis Mocuba war die Teerstrasse wieder gut zu befahren. Mocuba war etwas verwirrend, denn es gab keine Hinweisschilder mehr. Wir fuhren auf der doppelspurigen Av. 25 de Septembro, bis wir zu einer grossen Kirche kamen. Dort bogen wir links ab. Gleich darauf kamen wir zu einer Verkehrsinsel mit einem Brunnen in der Mitte (GPS: S16° 50.420 E36° 59.116), da fuhren wir geradeaus. Wir folgten dieser Strasse und kamen zu einer langen Brücke über den Lugela River. Anschliessend war die Teerstrasse die nächsten 60 km sehr schmal und von vielen Schlaglöchern durchsetzt.

Nachkommend hatten wir wieder ein Stück gute Teerstrasse, aber nicht lange, denn bei Nipiodi ging die Teerstrasse wieder in eine Piste über. Beim Dorf gabelte sich die Piste und wir folgten der rechten Piste durch das Dorf. Bald kamen wir wieder auf die Teerstrasse, welche wenig später wieder zu einer staubigen Piste mutierte.

Alto Molócue war erreicht und wir bogen gleich beim Ortseingang nach links ab, denn dort stand noch ein Wegweiser. Später in der Ortschaft kam dann kein Schild mehr. Wir folgten der Hauptstrasse bis wir wieder über einen Fluss fuhren. Dort gabelte sich die Strasse. Ein Weg ging nach links und einer ging geradeaus den Berg hoch. Beide Strassen führen nach Nampula, doch die Piste geradeaus sei besser, sagte man uns und erst noch kürzer. Also fuhren wir die kleine Anhöhe hinauf und folgten der Strasse, bis wir an eine T-Kreuzung kamen. Dort bogen wir rechts ab. Wenig später wurde die Piste staubig und eng. Es war schwierig die Lastwagen und Minibusse zu überholen.

Die ganze Strecke bis Alto Ligonha war etwas rumpelig, aber nicht schwierig.

Von Alto Ligonha bis Alto Murrupula war die neue Teerstrasse fertiggestellt, nur befahren durften wir sie noch nicht, was sich aber sicher bald ändern wird.

Ab Alto Murrupula bis nach Nampula war die Teerstrasse wieder gut.

Gute Teerstrasse nach Ilha de Moçambique. Nur sehr schmale Brücke zur Ilha de Moçambique. Hin- und Rückfahrt kosteten 10’000 MT.

Die Strasse Nr. 106 weiter nach Pemba war relativ gut, wenn auch einige wenige Schlaglöcher zur Vorsicht boten.

ER528 nach Macomia gute Teerstrasse, danach nur noch Pisten. Die Piste nach Mucojo ist 45 km lang. Die sandige Strecke war ausgewaschen und wies tiefe Rillen auf. Allrad von Vorteil.

In Mucojo fuhren wir geradeaus und folgten 11km lang der noch schmaleren, weichen Sandpiste mit hartem Untergrund zur Ponta Pangane.

Von Pemba bis Montepuez gute Teerstrasse, danach Holperpiste.

Irgendwo zwischen Balama und Reteta kamen wir an eine Kreuzung (GPS S13° 24.603’ E38° 22.906’). An der Kreuzung muss man links abzweigen. Gemäss GPS entfernt man sich von der Strecke, welche in der Russenkarte von Touratech verzeichnet ist. Nach ca. 4-5 km kommt die nächste Weggabelung (GPS S13° 26.640’ E38° 23.801’). Der kürzere Weg nach Marrupa zweigt hier rechts ab, geradeaus geht es nach Reteta und von dort ebenfalls nach Marrupa. Die Piste war anfänglich klar ersichtlich, doch in den verschiedenen Dörfern war sie manchmal nur noch schwer erkennbar. Diesem unscheinbaren Weg folgen (längere Distanz), bis eine T-Kreuzung mit Steinhäuser kommt, dort dann rechts abbiegen.

Diese Piste mündete tatsächlich - nach einigen weiteren Dörfern und später durch unbewohntes Gebiet quer durch den Busch - auf die in der Russenkarte erwähnte Strecke. Die alte Strecke wird schon lange nicht mehr befahren, da diese von extremen Regenfällen so gut wie weggewaschen worden ist. Die weitere Strecke bis Marrupa war in guter Verfassung und Allrad wurde selten gebraucht. Unterwegs gab es nur ein paar wenige sandige Passagen und zwei morastige Bachläufe zu durchqueren, welche Allrad erforderten.

Die letzten 10 Kilometer vor Nungo gab es ein paar abenteuerliche Brücken, welche aus aneinandergereihte Holzbalken bestanden, die erhebliche Abstände aufwiesen. Tragfähigkeit ungewiss. Unsere 3.5 t hielten sie stand. Achtung, teilweise haben die Balken breite Abstände, unbedingt kontrollieren wo man drüberfährt.

Von Nungo bis Marrupa Bauarbeiten und nach 15 km gute, breite Piste.

Gute, neue Teerstrasse von Marrupa bis nach Lichinga.

Die Strecke von Lichinga zum Niassa See war bis zirka 25 km vor Metangula geteert, dann kamen ein paar Baustellen und danach eine holprige aber gute Piste.

Von Lichinga nach Mandimba muss man die Stadt in Richtung Marrupa verlassen. Am Stadtrand zweigt die Piste rechts nach Mandimba ab. Es war eine holprige Erdstrasse, welche ab und zu von einem kurzen Stück Teerstrasse unterbrochen wurde.

Visum

Ein Visum ist erforderlich und kann in Südafrika in Nelspruit, Pretoria, Durban und Kapstadt beantragt werden.

Wir beantragten unser Visum am späten Vormittag und konnten es gegen 15 Uhr auf der freundlichen Botschaft in Pretoria abholen. Die Gebühr betrug 85 ZAR. Unser Visum war für einen Monat Aufenthalt gültig und Single Entry. Es wurden uns 2 Monate Einreisezeit gewährt und die Aufenthaltsgenehmigung lief ab dem Tag, an dem wir einreisten.

Wir haben gehört, dass man nun direkt an der Grenze das Visum beantragen kann. Die Gebühren dafür sind uns leider nicht bekannt.

Autoversicherung

Unsere Third-Party-Autoversicherung haben wir für 30 Tage bei Hollard Mozambique für 150 ZAR (30 CHF) an einer Shell-Tankstelle in Nelspruit abgeschlossen. Man kann sie aber auch zum gleichen Preis an der Grenze bei Komatipoort/Ressano Garcia beziehen.

Für Fahrzeuge mit Anhänger werden blaue Aufkleber mit gelben Dreieck verlangt, der 20 ZAR kostete.

Polizei und Grenzen

Die Grenzformalitäten bei der Einreise in Ressano Garcia waren korrekt, wenn auch leicht chaotisch – Welcome back in Africa.

Bei der Immigration muss für die Einreise 12 ZAR bezahlen werden.

Eine temporäre Importerklärung mussten wir nicht beantragen, denn wir konnten den Beamten davon überzeugen, dass unser Carnet ein internationales Zolldokument sei und alle wichtigen Daten dazu bereits im Carnet vermerkt waren. Unser Carnet wurde daraufhin akzeptiert, ohne abgestempelt zu werden.

Wir haben im Land diverse Kontrollpunkte der Polizei durchfahren und wurden meistens freundlich durch gewunken. Wir wurden lediglich im Norden aufgehalten, wenn es den Polizisten etwas langweilig war und er einen netten, freundlichen Schwatz suchte. Unseren Fahrzeugausweis und Führerschein zeigten wir nur in Sunate, in der Nähe von Pemba und in Lichinga. Die Beamten waren stets überaus freundlich und zuvorkommend. Wir haben keine Korruption erlebt. Wir wurden nie nach einer Versicherung oder einem Zolldokument gefragt.

Geld

Achtung: Neue Banknoten. Es wurden 3 Nullen gestrichen. Alte Noten noch gültig bis 31.12.2006

Unser Kurs war: 1 CHF : 17'500 MT oder 1 ZAR : 3'500 MT (Meticais)

In jeder grösseren Stadt konnte man bei der BIM Bank oder Banco Austral mit der Visakarte Geld an einem ATM-Geldautomaten beziehen.

Übernachtungen

Im Süden von Mosambik wurde gerne in Rand abgerechnet! Der Umrechnungskurs lag meistens bei 3'500 MT für 1 ZA-Rand.

- Nördlich von Marracuene – Casa Lisa – 50 Rand (175'000 MT)

- Xai-Xai hat uns nicht begeistert

- Praia do Závora – 55 Rand (192'500 MT)

- Ponta da Barra – Lighthouse – 80 Rand (280'000 MT)

- Morrungulo Beach Resort – 70 Rand (245’000 MT) in der Hochsaison, 50 Rand (175'000 MT) in der Nebensaison, plus extra Paraffinkosten für eine heisse Dusche

- Pomene Bay Lodge – 100 Rand (350'000) in der Hochsaison, 88 Rand (308'000 MT) in der Nebensaison

- Baobab Beach Camp – 150'000 MT

- Gorongosa National Park – 100'000 MT

- Praia de Zalala – Rosa’s Place 100'000 MT

- Nampula – Complexo Montes Naicuru – 100'000 MT

- Ilha de Moçambique – Campingplatz Casuarina – 75'000 MT plus 100'000 MT fürs Auto

- Pemba – Russels Place – 150'000 MT

- Ponta Pangane – Complexo Turistico Hashim – 125'000 MT

- Lichinga – Quinta Pessegueiro – 75'000 MT

- Metangula/ Chuwanga – Complexo Cetuka – 150'000 MT

Verschiedenes

Dieselpreis: 29'500 MT/Liter, was ungefähr 1.68 CHF entsprach

Am günstigsten haben wir in Nampula getankt.

GPS Informationen

Wo

Was

Breitengrad

Längengrad

Chuwanga Complexo Cetuka S 12° 38.277' E 034° 47.333'
Gorongosa N.P. Chitenco Camp S 18° 58.753' E 034° 21.083'
Ilha de Moçambique Casuarina Camping - bei Helena S 15° 02.547' E 040° 41.731'
Lichinga Quinta Pessegueiro ehem. Quinta Capricórnio S 13° 18.277' E 035° 14.061'
Nampula Complexo Montes Nairucu S 15° 02.416' E 039° 08.697'
Nampula Shoprite Einkaufscenter S 15° 07.373' E 039° 15.567'
Nähe Balama Bush Camp S 13° 20.606' E 038° 42.030'
Nähe Marracuene Casa Lisa S 25° 35.112' E 032° 39.279'
Pangane Complexo Turistico Hashim S 11° 59.963' E 040° 32.663'
Pemba Internet S 12° 57.837' E 040° 30.047'
Pemba Russel's Place S 12° 57.967' E 040° 34.047'
Pomene Pomene Bay Lodge S 22° 54.360' E 035° 33.373'
Ponta Zavora Zavora Lodge S 24° 30.947' E 035° 11.967'
Ponta da Barra Lighthouse Camping S 23° 47.591' E 035° 32.211'
Praia de Zalala Rosa's Place (Kass Kass) S 17° 50.280' E 037° 07.313'
Praia do Morrungulo Morrungulo Beach Resort S 23° 13.979' E 035° 29.530'
Vilanculos Baobab Beach Camp S 22° 00.535' E 035° 19.322'

Tagebücher

Unsere detaillierten Erlebnisse kannst Du in der jeweiligen Woche nachlesen (Datum anklicken):

1. Woche (KW28 2006)
2. Woche (KW29 2006)
3. Woche (KW30 2006)
4. Woche (KW31 2006)
5. Woche (KW32 2006)