Lesotho

14.04.2006 - 18.04.2006

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Land und Leute

Die Leute in Lesotho waren sehr freundlich. Oft winkten sie uns zu, respektive unser Winken wurde mit einem Lachen in ihrem Gesicht erwidert. Das Volk ist sehr arm und lebt in einfachen Rundhütten. Wir haben höchst selten Abfall gesehen, die Häuser und die Umgebung war sehr sauber gehalten. Die Leute sind fleissig, denn wo immer möglich war Mais respektive Getreide angebaut.

Im Gegensatz zu anderen afrikanischen Staaten, hat hier jeder sein eigenes WC-Häuschen vor der Rundhütte. Zwar nur ein Plumpsklo, aber immerhin.

Obwohl die Menschen nicht aggressiv sind ist damit zu rechnen, dass geklaut wird. Alles was nicht festgebunden ist, ist in einem unbeobachteten Moment weg – erklärten uns einige weisse Südafrikaner. Unangenehm fielen uns nur die vielen bettelnden Kinder auf. Sie verlangten teilweise recht aggressiv nach Süssigkeiten.

Lesotho ist noch sehr ursprünglich - Natur pur. Der tiefste Punkt in Lesotho liegt auf 1'000 m ü.M. Oft befindet man sich permanent auf 2'500 m. Landschaftlich ist Lesotho traumhaft schön, schade dass nur wenige Touristen den Weg hierher finden.

Es gibt einige Hotels wo man auch campieren kann, doch eine wirklich gute Infrastruktur für Touristen wie uns fehlt noch.

Strassenzustände

Wer den Sani-Pass von Südafrika nach Lesotho befahren will, muss mit einem Allrad-Fahrzeug unterwegs sein. Die südafrikanische Grenzbehörde lässt keine andere Fahrzeuge in Richtung Lesotho passieren. Der Pass ist steil und hat viel Geröll auf der schmalen Piste. Im Regen ist die Piste eventuell rutschig.

Die Strecke weiter bis nach Mokhotlong ist steinig und führt in ziemlich Höhen, ist aber unproblematisch.

Von Mokhotlong bis Maseru ist die Strasse durchgehend geteert. Bis nach Buthe-Butha sind diverse 3’000ender zu überqueren. Auf den Passhöhen gibt es teilweise Schlaglöcher, obwohl die Strasse noch gar nicht so alt ist. Die Passstrassen sind steil und man muss mit entsprechendem Spritverbrauch rechnen. Das Tankstellennetz im Osten und Süden des Landes ist nicht sehr dicht, also genügend Sprit mitnehmen.

Die Strecke von Leribe zum Katse-Stausee ist durchgehend gut geteert. Auch hier muss wieder ein 3’000ender überquert werden. Der Weg ist steil, doch landschaftlich sehr reizvoll.

Von Katse nach Thaba-Tseka führte eine Rüttelpiste durch hügelige Landschaft. Maisfelder und Rundhütten so weit das Auge reicht. Nur langsames vorankommen möglich.

Von Thaba-Tseka führt eine schmale, steile Piste über zwei hohe Pässe. Achtung bei Regen etwas rutschig und neblig.

Bei der Abzweigung zum Mohale-Stausee erreicht man wieder eine sehr gute Teerstrasse, welche über zwei Pässe und weiter bis nach Maseru führt.

Visum

Kein Visum erforderlich für Deutsche und Schweizer. Bei Eintritt wurden uns problemlos die geforderten zwei Wochen gewährt.

Autoversicherung

Keine Autoversicherung abgeschlossen.

Polizei und Grenzen

Die Grenzeformalitäten bei der Einreise am Sani-Pass waren problemlos und korrekt. Hier wurde wieder alles in ein Heft eingetragen, wie üblich in Afrika. Für das Fahrzeug wurde eine Gebühr von 8 Rand erhoben. Das Carnet wurde nicht verlangt, da Lesotho zur südafrikanischen Zollunion gehört.

Wir reisten bei Maseru aus. Die Zollformalitäten auf der Seite von Lesotho wurden rasch und unbürokratisch erledigt. Eventuell anschliessend lange Wartezeiten wegen Grossandrang auf der südafrikanischen Seite.

Geld

Der Wert der einheimischen Währung - Maloti - ist 1:1 mit dem südafrikanischen Rand identisch.

Man kann problemlos in Lesotho mit Rand bezahlen, aber Vorsicht – denn man kann den Maloti in Südafrika nicht mehr gebrauchen oder umtauschen, wie uns eine Schweizer Ärztin mitteilte, die z.Zt. in Lesotho lebt.

Übernachtungen

Auf dem Sani Pass haben wir beim Sani Top Chalet im Garten campiert. Kostenpunkt 50 Rand pro Person und Nacht. Leider gibt es nicht ausreichend heisses Wasser am Morgen für die Dusche. Tolle Aussicht! Restaurant hat etwas vom Charme einer Berghütte.

In Oxbow haben wir in der New Owbow Lodge im Hinterhof für 35 Rand pro Person und Nacht campiert. Der Platz war zwischen Wäscheleinen, Fluss und Strasse eingequetscht, aber sicher. Restaurant und gute Bar.

In Katse konnten wir beim Visitor Center übernachten. WC und Duschen in separaten Gebäude. Direkte Sicht auf den Staudamm. Man verlangte 20 Rand für die Übernachtung.

Beim Basotho-Pony-Project kann man gratis übernachten, sofern man reiten geht. Ansonsten ist ein freiwilliger Beitrag erwünscht, wobei die Höhe des Betrages dem Gast überlassen wird.

Verschiedenes

Dieselpreis: 5.70 Rand / Liter

GPS Informationen

Wo

Was

Breitengrad

Längengrad

Blue Mountain Pass Basotho Pony Project S 29° 25.111' E 027° 55.415'
Katse Wildcamp beim Visitor's Center S 29° 20.679' E 028° 30.678'
Oxbow New Oxbow Lodge S 28° 46.280' E 028° 38.297'
Sani Pass Sani Top Chalet (2874m hoch) S 29° 35.080' E 029° 17.304'

Tagebücher

Unsere detaillierten Erlebnisse kannst Du in der jeweiligen Woche nachlesen (Datum anklicken):

1. Woche (KW15 2006)
2. Woche (KW16 2006)