Ghana

21.05.2005 - 04.07.2005

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Land und Leute

Ghana ist im Norden noch flach, doch schon bald erheben sich einige grüne Hügel, welche mit tropischer Vegetation versehen sind. Die Luftfeuchtigkeit war hoch und man schwitzte gerne, auch wenn es gar nicht so heiss war.

Obwohl der Boden wohl fruchtbar und es genug Regen gab, wurde wenig angebaut. Ein deutscher Geschäftsmann erzählte, wie der indische Aussenminister nach Ghana kam und erstaunt fragte, ob man denn hier Gras esse, da so wenig angebaut wurde.

Der Mole National Park und das Boabeng-Fiema Monkey Sanctuary sind sehr tierreich und absolut einen Besuch wert.

Die Strände sind zwar schön aber nicht immer sauber und sicher.

Besonders gut hat uns die Region in Wli gefallen. Berge, Wasserfälle und tropische Vegetation.

Die Leute in Ghana sind nicht so fleissig. Im Norden sind die Leute eher zurückhaltend und freundlich. Von Cape Coast bis Accra erlebten wir jedoch auch aufdringliche Leute, die manchmal sogar leicht aggressiv waren.

Die Bettelei und Korruption beschränkte sich ebenfalls auf diese Region, da diese auch die touristische Zone ist.

In Ghana sind die Leute sehr religiös und man findet viele verschiedene Kirchengemeinden wie z.B. Neuapostolische Kirche, Methodisten, Zeugen Jehovas, Moslems usw. neben den vielen Naturreligionen.

Strassenzustände

Die Teerstrassen von Bolgatanga bis Kumasi waren sehr gut ausgebaut.
Die Piste zum Mole National Park war eine ganz üble Wellblechpiste, besonders die ersten 20 km waren schlimm.
Die Brückengebühren betrugen im ganzen Land für 800 Cedis.
Gute Piste zum Boabeng-Fiema Monkey Sanctuary.
Von Nkoranza bis Techiman schmale aber gute Teerstrasse.
Teerstrasse von Techiman nach Kumasi. Schlagloch an Schlagloch kurz vor Kumasi, ansonsten war zwar der Rand oft abgebrochen von der Strasse, doch es liess sich gut fahren.
Gute Teerstrasse zum Bosumtwi Katersee.
Schlechte Piste nach Bekwaim, welche aber zur Zeit neu gemacht wird.
Schlaglochreiche Teerstrasse von Kumasi nach Cape Coast. Nur langsam kommt man voran, weil man dauernd den Schlaglöchern ausweichen muss.
Gute Teerstrasse von Cape Coast bis Agona bei Takoradi. Aber Achtung, Kontrollposten und die Polizei hat Speedguns, mit denen sie Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer messen kann. Diese sind jedoch korrekt und bei eingehaltener Geschwindigkeit kein Problem.
Schmale Teerstrasse nach Dixcove und gute Piste zur Green Turtle Lodge.
Schlechte schlammige Piste zum Cape Three Points, führt durch Kautschukplantagen.
Teerstrasse von Cape Coast nach Accra war oft mit grossen Schlaglöchern versehen. Besonders schlimm ist die Strecke ca. 40 km vor Accra. Piste und Schlaglöcher. In der Stadt selber dann gute Teerstrassen, jedoch mit irrwitzigem Verkehrschaos.
Gute Teerstrasse bis kurz vor Hohoe, dann Rüttelpiste und weiter nach Wli wieder geteert.
Gute Piste bis kurz vor der Grenze, dann Teerstrasse über die Berge.

Visum

Visum für Ghana in Burkina Faso beantragt. Innerhalb von 4 Stunden erhalten; 15'000 CFA pro Person für 3 Monate; zwei Fotos; Single Entry

Visum von Niger, Togo, Benin und Nigeria in Accra geholt. Je 2 Passfotos, 2 Formulare

Togo Visum innerhalb von 2 Stunden erhalten; 10'000 CFA pro Person für 30 Tage – Single Entry.

Benin Visum innerhalb 24 Stunden erhalten; 15'000 CFA pro Person für 30 Tage Einreisedatum musste bekannt gegeben werden. Multiple Entry – Achtung korrupte Beamte.

Niger Visum innerhalb von 2 Stunden erhalten; 25'000 CFA pro Person für 30 Tage gültig innerhalb der nächsten 3 Monate. Zusätzlich 15'000 Cedis pro Person für das Antragsformular; Single Entry

Nigeria Visum innerhalb von 24 Stunden erhalten; 56 US$ pro Person für 30 Tage gültig innerhalb der nächsten 3 Monate. Kopien vom Pass mit Passbild, Führerschein, Fahrzeugausweis und vom Ghana Visum. Als Angabe einer Referenz kann man Hoteladressen eintragen; Single Entry. Unfreundliche Beamte bei der Botschaft.

Autoversicherung

Da unsere Versicherung am 27.05.2005 abgelaufen war, mussten wir eine neue Versicherung und eine neue Carte Brune abschliessen. Nach einiger Suche fanden wir die Versicherung Vanguard in Kumasi, welche aber weit verbreitet ist in Ghana.

Für Ghana mussten wir eine separate Versicherung abschliessen, da die Carte Brune erst ausserhalb von Ghana ihre Gültigkeit hat. Die Carte Brune gilt immer erst im nachfolgenden Land, deshalb muss im Land, wo die Versicherung abgeschlossen wird, eine einheimische separate Versicherung abgeschlossen werden.

Wir schlossen einen Monat für Ghana und zwei Monate für die Carte Brune ab, wobei man uns das Startdatum auf den 13.06.05 setzte, damit wir zusätzlich Zeit gewinnen.

Wir zahlten für 2 Monate Carte Brune 300'000 Cedis und für die Ghana-Versicherung 184'000 Cedis, was zusammen ca. 45 Euros entsprach.

Polizei und Grenzen

Bei Polizeikontrollen und an der Grenze wird man meist korrekt behandelt. Nur an der Küstenstrasse, insbesondere in der Nähe von Cape Coast, haben wir korrupte Beamte getroffen. Freundliche Verweigerung des geforderten Geschenkes ist aber kein Problem, sind aber trotzdem lästig. In der Nähe von Cape Coast und entlang der Küstenstrasse wird mit Speed Guns die Geschwindigkeit gemessen.

Im Norden waren die Beamten sehr freundlich und winkten uns oft durch.

An der Grenze bei Bolgatanga waren die Formalitäten langwierig aber korrekt. Beim Grenzübergang nach Togo bei Dafor war der Zoll korrekt, doch die Grenzpolizisten forderten ein Trinkgeld. Konnte höflich abgewehrt werden.

Geld

Wechselkurs: 1 CHF = ca. 7’300 Cedis / 1 Euro zwischen 10'900 und 11'500 Cedis.

ATM (Geldautomaten) in allen grösseren Städten. Geldbeschaffung war für uns problemlos.

Gefahren

Bei Big Milly’s Backyard fanden jedes Wochenende Raubüberfälle am Strand statt. Die Regierung will nichts dagegen unternehmen, da es ja „nur“ Weisse betrifft und die hätten ja genug Geld. Die Weissen die sich hier was aufgebaut haben, sollen selber für die Sicherheit sorgen. Diese Einstellung ist dem Tourismus nicht sehr zuträglich. Leider wurde noch nicht erkannt, dass Ghana ein wunderschönes Land ist und man viel Geld mit Touristen machen könnte.

Übernachtungen

In Mole N.P. kann man wunderbar direkt beim Abhang campieren und die Tiere beobachten. 20'000 Cedis p.P.

In Boabeng-Fiema Monkey Sanctuary beim Guesthouse übernachtet, sehr saubere Anlage. 15'000 Cedis p.P.

In Kumasi im Presbyterian Missions Guesthouse geschlafen. Kleines Restaurant, ruhiger Platz. 20'000 Cedis p.P.

Bei Cape Coast im Biriwa Beach Hotel übernachtet. Bekamen ein schönes Zimmer mit Dusche und WC. Gratis Internet und schnelle Satellitenverbindung solange man will. Camping 20'000 Cedis p.P. Das Essen ist super, aber nicht billig.

Green Turtle Lodge einfache Lodge mit Öko-Klo. Ruhig und schön gelegen. Schöne Spaziergänge am Meer und Palmenstrand. 20'000 Cedis p.P.

Brenu Beach Resort ist wundervoll zwischen den Palmen gelegen. Leider ist das Meer etwas heftig und man kann nicht schwimmen. 20'000 Cedis p.P.

Bei Accra auf Big Milly’s Backyard verbracht. Kein fliessendes Wasser, Dusche aus dem Eimer, WC ebenfalls mit Eimerspülung. Super Essen und viele Weisse, meist Volontäre. Der Platz selber ist sicher, doch der Strand vor dem Backyard ist regelmässig Schauplatz von Raubüberfällen. Charly hat sich dort Typhus aufgelesen. Eine Person 20'000 Cedis, aber bei 2 Personen kostet der Camping nur noch 37'000 Cedis.

Der absolut beste Platz war für uns die Wli Waterfall Lodge. Viel persönliches Engagement der Besitzer, Hilfe bei Krankheit und traumhafte Umgebung (von der Lodge aus kann man den obere Teil des Wasserfalls sehen und üppige grüne Berge). 22'000 Cedis p.P. Camping. Nicht eigenes Zelt 25’000 Cedis und Zimmer mit Dusche 110’000 Cedis pro Zimmer. Gute Küche.

Verschiedenes

Dieselpreis: 5866 Cedi / Liter

Medizinische Versorgung in der Naomi Privat Klinik in der Nähe des Flughafens ist zwar sehr gut, doch auch sehr teuer wie wir hörten.

Krankenhaus von Hohoe war weniger hygienisch (Siehe Tagebuch).

GPS Informationen

Wo

Was

Breitengrad

Längengrad

Boabeng-Fiema

Monkey Sanctuary

N 07° 42.464'

W 001° 42.136'

Cape Coast

Biriwa Beach Hotel

N 05° 09.415'

W 001° 09.450'

Damango

Catholic Guesthouse

Dixcove

Green Turtle Lodge

N 04° 45.509'

W 002° 01.269'

Elmina

Brenu Beach Resort

N 05° 04.065'

W 001° 25.370'

Kokrobite Beach

Big Milly's Backyard (Wendy's Place)

N 05° 29.766'

W 000° 21.930'

Kumasi

Presbyterian Guesthouse

N 06° 41.286'

W 001° 37.294'

Larabanga

Mole National Park

N 09° 15.568'

W 001° 51.343'

Wli

Waterfall Lodge

N 07° 06.950'

E 000° 35.320'

Tagebücher

Unsere detaillierten Erlebnisse kannst Du in der jeweiligen Woche nachlesen (Datum anklicken):

1. Woche (KW20 2005)
2. Woche (KW21 2005)
3. Woche (KW22 2005)
4. Woche (KW23 2005)
5. Woche (KW24 2005)
6. Woche (KW25 2005)
7. Woche (KW26 2005)
8. Woche (KW27 2005)