Abenteuer Afrika
Reisetagebuch von Sylvia Vogel und Charly Julier (www.4x4expedition.com)| Frankreich |
Nebelig und kalt war die Nacht, doch der heisse Kaffee brachte wieder etwas Wärme in die Hütte. Gepackt war rasch und weiter ging es über Genf nach Frankreich, aber nicht ohne vorher noch unseren Schokoladenvorrat aufzustocken.
In Frankreich wollten wir nicht auf die Autobahn bei Annemasse und haben daher unsere GPS-Strassennavigation eingeschaltet. Irgendwie waren wir plötzlich auf einer dubiosen Ministrasse zwischen Kühen und Bauernhöfen. Da haben wir Susi, unserer GPS-Tussi, nicht mehr getraut und sind umgedreht. Später meinte sie wieder wir sollten doch da links abbiegen, also haben wir das gemacht. Die Strasse wurde wieder schmaler und schmaler und steiler und steiler. Sind wir da richtig? Nebel kam wieder auf und ein Traktor mit Holz beladen schlich vor uns her - keine Chance um zu überholen oder umzudrehen, irgendwann war er dann aber auch zu Hause und wir konnten wieder etwas flotter weiterfahren. Oben auf dem Bergkamm hatten wir dann als Ausgleich einen wunderschönen Blick auf die Berge des Mont Blanc Gebietes - Sonnenschein und schneebedeckte Berge. Diese schöne Strecke N41 endete in Cruseilles. Weiter ging es über Annecy nach Chambery.
Kurz nach Chambery haben wir in einem kleinen Dorf in einer Boulangerie ein Baguette gekauft, die Verkäuferin meinte aber augenzwinkernd, dies sei eine "Flute". Egal - lecker war es. Um die nächste Ecke wartete schon die nächste Versuchung - Käse aus der Savoie und ein feiner Wein aus der Region. Da kann man doch nicht nein sagen, oder? Die Strecke war noch recht kurvenreich bis Voiron und da es schon wieder neblig und dunkel wurde, beschlossen wir auf der Autobahn noch ein Stück gen Süden zu fahren. Schliesslich wollten wir nicht schon wieder so frieren zu müssen. Wir fuhren zügig voran bis Bèziers in Südfrankreich.
In Valras-Plage hatte ich auf der Karte einen ganzjährigen Campingplatz ausgemacht. Es gab zahlreiche Campingplätze, aber leider waren diese alle geschlossen. Im kleinen Hafen fanden wir aber einen ebenen Platz und kurzentschlossen übernachteten wir dort. Zum Kochen hatten wir keine Lust und so machten wir uns über den feinen Käse aus der Savoie her, daran riechen durfte man nicht, aber geschmeckt hat der!!!!!!! und der Wein dazu war das Tüpfelchen auf dem i. Bei leichtem Meeresrauschen und schon wesentlich wärmeren Temperaturen konnten wir schnell einschlafen.
Nach einer kurzen Nacht hörten wir schon am frühen Morgen die Angler rauf und runter fahren. Wir frühstückten kurz und fuhren weiter bis nach Narbonne. Da wir noch ein paar Sachen einkaufen wollten gingen wir in den Supermarkt Geant. Ein riesen Ding aus dem man fast nicht mehr rauskommt. Viel Käse haben wir gekauft und sonst noch so einiges. Charly suchte noch einen Adapter für den Notebook. Leider ohne Erfolg. War nur als Ersatz gedacht und so war dies auch nicht weiter tragisch.
Die Sonne scheint und es ist herrlich warm, endlich können wir etwas Sonne geniessen und die dicken Jacken ausziehen. Ja - so gefällt es uns. Auf der Nationalstrasse fuhren wir weiter über Perpignan bis nach Le Boulou. Dort fuhren wir auf die Autobahn, damit wir wieder etwas weiterkamen. Nach kurzer Zeit haben wir schon die Grenze zu Spanien erreicht.
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