DR Kongo

05.09.2005 - 07.09.2005

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Land und Leute

Tropischen Regenwald haben wir hier keinen gesehen. Die Strassen waren sehr sandig.

Von Yema nach Muanda haben wir viele Ölpumpen gesehen. Die Leute in Muanda waren alle recht freundlich und sehr hilfsbereit. Unterwegs nach Boma sind wir wieder an sehr armen Dörfern vorbei gekommen. Viele hatten Freude uns zu sehen und winkten. Doch es gab auch andere die unwirsch und enttäuscht waren von ihrem Leben. In den Dörfern kamen die Leute aus ihren Häusern und vor allem die Kinder forderten lauthals nach Geschenken. Erwachsene zeigten auf ihre Bäuche, um Nahrungsmittel oder Geld zu erhalten. Uns erschienen die Leute aber ganz und gar nicht unterernährt. Sie waren zwar arm, hatten aber offensichtlich genügend zu essen.

Kurz vor Boma sieht man dann das erste Mal den breiten Kongo-Fluss. Viele Schiffswracks säumen das Ufer.

In Matadi haben wir wieder viel Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft erlebt.

Strassenzustände

Schmale Sandpiste von Yema nach Muanda, welche aber gut zu fahren ist. Viele Abzweigungen, die zu den Ölpumpen führen. Achtung, man wird von Polizisten angehalten, welche auf den ersten Blick wie Strassenarbeiter aussehen. Nicht durchfahren, sondern anhalten.
Schlechte, schmale Sandpiste von Muanda nach Boma. Tiefe Löcher. Der Wegrand hatte öfters die Höhe von unserem Fahrzeug. In der Regenzeit füllt sich das Ganze mit Wasser, keine einfache Strecke. Viele völlig überladenen und uralte LKWs kommen entgegen und die Piste ist stellenweise nur so breit wie ein LKW. Stellenweise ist die Piste erodiert oder schräg. LKWs waren manchen Ortes kurz vor dem Kippen. In der Trockenzeit ist die Strecke aber trocken und somit nicht rutschig, in der Regenzeit hat man hier sicher viel Spass.
Ausweichen manchmal höchst schwierig.
Besonders bei Hängen ist die Strecke erodiert und man muss seinen Weg zwischen den Furchen suchen. In den Ebenen dann wieder gute breite Sandpiste.
Ab Boma beginnt eine anfänglich gute Teerstrasse. Innerhalb von Boma sind die Strassen manchmal sehr eng. Busse und Markttreiben verhindern ein zügiges Durchfahren.
Die Teerstrasse danach ist später dann sehr schlaglochreich. Kinder schaufeln pseudomässig Sand in die Löcher um Geld abzukassieren. Machen sich aber erst an die Arbeit, wenn sie ein Auto kommen sehen.
Kurz vor Matadi wird die Strasse dann gut. Brückengebühr über den Kongo-Fluss. Nehmen keine Ein-Doller-Scheine an. Mussten mit 10 Dollernote zahlen und haben dafür eine Wechselgebühr zu zahlen gehabt.
Moderne Stahlbrücke üben den Kongo. Danach Immigration-Kontrolle.
In Matadi hatten wir schmale Teerstrassen und viel Verkehr. Gute Teerstrasse zur Grenze.

Visum

In Yaounde haben wir das Visum für Kongo-Kinschasa beantragt und 45'000 CFA für 1 Monat, Single Entry, bezahlt. Es wurden 2 Fotos verlangt und man musste ein Formular ausfüllen. Innerhalb von 24 Stunden haben wir das Visum erhalten.

Autoversicherung

Versicherung „Carte Rose“ in N’Djaména abgeschlossen. Obwohl diese für Kongo-Kinshasa eigentlich nicht mehr gültig ist, wurde diese auf dem Weg nach Matadi von korrupten Polizisten (-innen) gefordert.

Polizei und Grenzen

Die Grenzeformalitäten bei der Einreise waren korrekt, die Beamten alle sehr freundlich und hilfsbereit. Ein Arzt kontrolliert bei der Einreise mittels Fieberthermometer, ob man Fieber hat. Quarantänestation im Zollhof.

Gründliche Fahrzeugdurchsuchung. Buschmesser und Hammer wurden scherzhaft als Waffen eingestuft. Ansonsten problemloser Übergang.

Auf der Piste nach Boma wurden wir irgendwo in der Pampa von Beamten angehalten, die angaben unsere Pässe kontrollieren zu wollen. Ihr eigentliches Anliegen war aber ein Buch oder ein Journal zu ergattern. Kein Wunder in der Wildnis.

Auf der Teerstrasse nach Matadi trafen wir dann auf ein paar korrupte Beamte, die versuchten Geld oder Geschenke zu erzwingen. Die Autoversicherung Carte Rose sollte dazu verhelfen. Unsere Versicherung war aber noch gültig und somit hatten die Polizisten Pech. Die unverschämte Frage nach einem Geschenk haben wir danach gleich strikt abgelehnt. Manchmal wurden wir auch nur angehalten, weil sie ganz einfach Kaffee oder Zigaretten haben wollten.

Die Ausreise war sehr langwierig, bereitete aber keinerlei Probleme. Früh hinfahren, damit Zeit demonstriert werden kann. Die kleinen Gebäude waren nicht immer besetzt, oder sie waren noch beim Frühstück. Geduldiges warten ist gefragt. Impfausweise wurden auch bei der Ausreise genau gecheckt und die Impfungen wurden mit Wirkstoff und Datum in ein Buch eingetragen. Die Frage kam auf, warum wir keine Impfung im Jahr 2005 gemacht hatten. Ich habe die Tante darauf hingewiesen, dass die Impfungen teilweise 10 Jahre gültig sind und sie das eigentlich wissen sollte. Danach war Ruhe.

Der Zoll stempelte unser Carnet rasch und korrekt ab. Der sympathische Beamte kam auch ohne Schuhe in die Wohnkabine. Ein kurzer Blick genügte, keine Durchsuchung. Freundlich.

Geld

Auf der Strasse in Muanda gewechselt: 10 Euro = 4950 DR Kongo Franc

Übernachtungen

In Muanda haben wir für 10 US$ in der Katholischen Mission der Priester übernachtet. Anfänglicher Preis von 20 US$, konnte auf 10 US$ heruntergehandelt werden.

Die Übernachtung im Konvent der Schwestern in Matadi war kostenlos, da wir nur einen Parkplatz gebraucht hatten. Alle Zimmer (à 15 US$) waren ausgebucht.

Verschiedenes

Dieselpreis: xxx CFA / Liter

GPS Informationen

Wo

Was

Breitengrad

Längengrad

Matadi

Katholische Mission (Schwestern Convent)

S 05° 49.929'

E 013° 27.720'

Muanda

Katholische Mission (bei den Patern, es gibt Bier)

S 05° 55.890'

E 012° 20.531'

Tagebücher

Unsere detaillierten Erlebnisse kannst Du in der jeweiligen Woche nachlesen (Datum anklicken):

1. Woche (KW36 2005)