Kongo

29.08.2005 - 03.09.2005

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Land und Leute

Vom tropischen Regenwald haben wir nicht mehr viel gesehen. Die Strassen waren eher sandig und staubig. Die Hügellandschaft vor Mila-Mila war recht hübsch. Auch die Hügel rüber nach Pointe-Noire waren schön und haben uns immer wieder den Ausblick auf die umliegenden Hügel und Täler gewährt.

Pointe-Noire ist recht modern und es leben auch einige Weisse hier. Meistens Franzosen die im Ölgeschäft tätig sind. Das Gefälle zwischen Reich und Arm ist extrem. Im Norden hatten die Leute noch Geld für eine kleine Backsteinhütte, weiter im Süden änderte sich dann das Bild. Es gab nur noch Bretter- oder Wellblechhütten.

Die Leute von Kongo-Brazzaville haben wir als sehr freundlich, ehrlich und überaus hilfsbereit erlebt. Vom Strassenrand winkten uns viele Menschen zu und hatten Freude, dass wir ihr Land besuchten. Nur wenige gaben Zeichen, dass sie Geld wollten. Die Kinder im Norden haben aber wieder nach Geschenken gefragt, sind dabei aber nicht so aggressiv wie in Mali. Wenn man erklärte, dass man leider keine Bonbons hat, dann war es auch gut.

Strassenzustände

Schmale Rumpelpiste (eine Wagenbreite) bis zum Schlagbaum von Kongo-Brazzaville. Wenig Gegenverkehr.
Schlechte, schmale Sandpiste von Nyanga bis nach Ndendé. Danach wird die Piste breiter und leicht besser, aber ermöglicht weiterhin kein rasches Fortkommen.
In Mila-Mila ist die Abzweigung nach Pointe-Noire. Die Piste ist anfangs noch recht passabel, wird aber später sehr staubig, manchmal etwas schmal und rutschig. Bisweilen steile Berg- und Talfahrten. Der Staub ist sehr fein, wie Puderzucker und dringt überall ein. Achtung, es gibt viele Holztransporter, die einem hier entgegen donnern. Sie ziehen eine grosse Staubwolke hinter sich her. Kurzfristig hat man keine Sicht und wenn man hinter einem her fahren muss, ist die Sicht gleich Null. Man wird aber gut vorgelassen. Die Männer die draussen hinter der Fahrerkabine der LKWs stehen, geben Zeichen zum Überholen (sofern man sie sieht).
Ab Mandsi dann besser, breiter und weniger staubig bis Malélé.
An der Kreuzung dort beginnt eine passable Teerstrasse, die aber nicht lange währt. Danach ist die Strasse bis Pointe-Noire miserabel. Teerfetzen und tiefe Löcher erschweren das Vorwärtskommen. Die Fahrspur wird von entgegenkommenden Fahrzeugen oft gewechselt, sprich die kleinsten Löcher werden gesucht. Man kommt nur sehr langsam voran.
Einige Querstrassen in Pointe-Noire sind nicht geteert, sind nur holprige Sandpisten.
Die Teerstrasse von Pointe-Noire zur Grenze in Nzassi ist in einem passablen Zustand.

Visum

In Yaounde haben wir das Visum für Kongo-Brazzaville beantragt und 60'000 CFA für 2 Monate, Multiple Entry bezahlt. Es wurden 2 Fotos verlangt und man musste ein Formular ausfüllen. Innerhalb von 24 Stunden haben wir das Visum erhalten.

Autoversicherung

Versicherung „Carte Rose“ in N’Djaména abgeschlossen.

Polizei und Grenzen

Die Grenzeformalitäten bei der Einreise waren korrekt, freundlich und langwierig. Die Daten von unseren Pässen wurden innerhalb von 50 Kilometer an 7 Polizei-, Zoll- und Militärposten jeweils in ein Buch eingetragen. Das Carnet wurde korrekt abgestempelt.

Die Prozedur war jedes Mal umständlich, doch absolut korrekt. Nur in Nyanga wollte man uns einen Saft bzw. ein Bier abschwatzen. Beides konnte aber freundlich abgewehrt werden.

Auf dem Weg nach Pointe-Noire wurden wir immer wieder angehalten und wir mussten aussteigen, um zum Kontrollposten zu laufen. Dort musste jeweils der Pass gezeigt werden und alle Daten wurden wieder in ein Buch eingetragen, manchmal auch nur auf einem Stück Papier vermerkt. Alle waren korrekt, doch war es nervig und zeitraubend.

Die Ausreise war zügig und bereitete keinerlei Probleme. Moderne Gebäude und mehr Betrieb als im Norden.

Wir haben keinerlei Korruption in ganz Kongo-Brazzaville erlebt. Die Beamten waren freundlich und korrekt.

Geld

Unser Kurs war: 1 Euro = 655 CFA

Übernachtungen

Wild campieren im Norden war schwierig, da es nur wenige Möglichkeiten gab von der Piste runter zu kommen. Wir haben kurz vor Mila-Mila eine grob geschobene Piste entdeckt, wo wir ungestört übernachten konnten.

In Pointe-Noire konnten wir kostenlos im Yacht-Club (Circle Naval genannt) übernachten. Duschen und WC konnten benutzt werden. Schöne Aussicht auf den Hafen. Tag und Nacht bewachten Sicherheitsleute die Anlage. Edelstahl schweissen bei Michel Nollet - Super Arbeit!

Verschiedenes

Dieselpreis: 295 CFA / Liter

GPS Informationen

Wo

Was

Breitengrad

Längengrad

Nähe Mila-Mila

Wild Camp

S 03° 40.269'

E 012° 25.482'

Pointe-Noire

Yachtclub

S 04° 47.363'

E 011° 50.872'

Tagebücher

Unsere detaillierten Erlebnisse kannst Du in der jeweiligen Woche nachlesen (Datum anklicken):

1. Woche (KW35 2005)