| Tschad |
18.07.2005 - 26.07.2005
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An der Grenze zu Niger wüstenhafte Umgebung. Dünen wechseln sich mit Buschwerk ab. Generell haben wir den Tschad nicht so trocken erlebt wie erwartet. Die vielen Grünflächen, Gebüsche und Bäume überraschten uns entlang der Piste.
Nette Nomaden und wenige einfache Dörfer entlang der Strecke. Fortbewegungsmittel Nummer 1 ist nach wie vor der Esel, oder das Kamel. Zeitweise fühlten wir uns 2000 Jahre zurückversetzt.
Viele überladene, alte Toyota-Landcruiser getroffen. Die Pick-ups werden oft von Leuten als Buschtaxi verwendet und jeder Platz wird bis zum letzten ausgenutzt. Die alten Toyotas stammen meist aus Libyen, wie man uns erzählte.
Die Leute die wir trafen waren überaus hilfsbereit und gastfreundlich. Die Armut der Menschen ist jedoch noch grösser als im Niger. Gebettelt wurde höchstens in der Hauptstadt und dort waren es Ausländer, wie zum Beispiel die zwei Männer aus Liberia die wir trafen.
Einige europäische Unternehmen sind beteiligt beim Aufbau des Landes in N’Djaména.
Im Novotel waren auch ein paar Piloten der französischen Airforce einquartiert. Der Gegensatz zwischen der modernen Luftwaffe und der eselreitenden Landbevölkerung ist enorm.
Strassenzustände
Die weichsandige Piste von der Grenze vom Niger wurde nur anfänglich von ein paar Sumpflöchern unterbrochen. Piste ist eigentlich zuviel gesagt. Wir sind den LKW-Spuren gefolgt. Ein GPS-Gerät ist erforderlich.
Allrad empfehlenswert, sofern man nicht dauernd schaufeln möchte. Es gibt schon ein paar Herausforderungen ohne Allrad, mit viel Energie aber auch machbar, wie uns die Österreicher demonstrierten. Allerdings benötigten sie für die Strecke um den Tschadsee 16 Tage, während wir problemlos in 2 Tagen um den See kamen. Wirklich schwierige Strecken gab es für uns nicht, wir kamen überall gut durch.
Achtung bei der Kreuzung kurz vor Bol nicht wie im Buch Durch Afrika beschrieben querfeldein fahren, sondern nach links abbiegen und der breiten miserablen Piste nach Bol folgen. Piste ist nicht mehr befahrbar, doch sind links und rechts Fahrspuren, denen man folgen kann.
Die Piste von Bol bis nach Mondo wurde neu überarbeitet und konnte gut befahren werden.
Von Mondo nach Massakory schlimmste Piste. Grosse Sumpflöcher machen die Piste stellenweise unbefahrbar. Die breite Piste gleicht einer Kraterlandschaft und man kommt nur sehr langsam vorwärts.
Ab Massakory gute Teerstrasse bis nach N’Djaména. Selten ein Schlagloch. Zahlstelle wird gerade erbaut.
Visum
Visum für den Tschad haben wir in Niamey/Niger beantragt. Innerhalb von 1 Stunde erhalten; 15'000 CFA pro Person für 1 Monat; zwei Fotos; Single Entry
Visum von Kamerun in N'Djaména eingeholt, 2 Fotos, 1 Formular; innerhalb von 24 Stunden erhalten. 50'000 CFA pro Person für 1 Monat Single Entry
Autoversicherung
Neue Versicherung „Carte Rose“ bei SAFAR in N’Djaména abgeschlossen; National Star war anfangs etwas günstiger, doch kam uns die SAFAR mit den Gebühren stark entgegen. Wir haben für 3 Monate 40'000 CFA bezahlt.
Im Tschad wurden wir nie nach einer Versicherung gefragt.
Polizei und Grenzen
Die Grenzformalitäten bei beiden Grenzübergängen wurden korrekt, freundlich aber sehr, sehr bürokratisch, zeitraubend und umständlich durchgeführt.
Bei Daboua wurde massiv um Medikamente gebettelt. Verständlich, sind die Armen doch mitten im Nichts stationiert.
In Daboua wurden 2 Passfotos gefordert und in Bol wiederum eines. In Bol haben wir uns erfolgreich geweigert.
Bei unserer Ausreise fragte nur einer nach einem Geschenk, die Forderung konnte von uns aber freundlich abgewehrt werden.
Unterwegs wenige Polizeikontrollen. Angeblich muss man sich bei der Behörde melden, wenn man länger als 3 Tage an einem Ort verweilt. Wir haben dies in N’Djaména unterlassen und keinerlei Schwierigkeiten dadurch gehabt. Es muss sowieso immer wieder der gleiche Wisch ausgefüllt werden und jede Behörde möchte Passfotos zum Dokument haben.
Geld
Kein ATM (Geldautomat) im ganzen Land. Bargeld kann mit der Visakarte in der Bank in der Nähe der Hauptpost gegen eine Gebühr 5’000 CFA bezogen werden.
Im Novotel wechselt man Westafrikanische CFA und Euros ohne zusätzliche Gebühr, wenn man dort wohnt. Nachweis musste nicht erbracht werden.
Unser Kurs war: 1 Euro = 655 CFA. Westafrikanischer CFA 1:1 im Novotel.
Übernachtungen
Kostenloses Campieren auf der landwirtschaftlichen Forschungsfarm kurz vor Bol.
Kostenloses Campieren im Novotel in N’Djaména. Der schöne Pool darf leider nicht mehr von Campern benutzt werden. Es werden nur Monats-Abos angeboten in Höhe von 40'000 CFA; Tageszahlungen, wie in anderen gehobenen Hotels, nicht möglich und nicht erwünscht. Die WCs und die Dusche der Poolanlage können aber von Campern gratis benützt werden.
Getränke und Essen sind sehr teuer. Bier günstiger in der Offiziersmesse rechts gegenüber vom Kunsthandwerksmarkt (nicht weit vom Novotel).
Verschiedenes
Dieselpreis: Wir haben in Tschad nie getankt (aber in N'Djaména gesehen: 550 CFA pro Liter)
GPS Informationen
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Wo |
Was |
Breitengrad |
Längengrad |
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Bol |
Landwirtschaftsprojekt |
N 13° 30.220' |
E 014° 41.570' |
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Bol |
Zoll |
N 13° 27.425' |
E 014° 42.985' |
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Lake Chad |
Sehr schöner Rastplatz auf dem Weg um den Lake Chad |
N 13° 56.596' |
E 014° 13.126' |
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N'Djaména |
Autoversicherung SAFAR für Carte Rose |
N 12° 06.575' |
E 015° 02.671' |
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N'Djaména |
Botschaft von Kamerun |
N 12° 07.072' |
E 015° 02.472' |
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N'Djaména |
Internet mit Satellitenempfang |
N 12° 07.082' |
E 015° 02.123' |
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N'Djaména |
Novotel |
N 12° 07.196' |
E 015° 01.489' |
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Nguigmi |
Polizeiposten - zuständig für Ausreise - dort kann campiert werden |
N 14° 15.505' |
E 013° 06.782' |
Tagebücher
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