Angola Cabinda

03.09.2005 - 05.09.2005

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Land und Leute

Vom tropischen Regenwald ist hier nichts mehr übrig. Die Landschaft ist eher flach. Vor Cacongo säumen Mangrovenwälder die Piste. Bohrinseln vor der Küste. Viele Soldaten mit Gewehren die die Strasse entlang laufen. Die waren alle freundlich und winkten uns zu - ein komisches Gefühl blieb trotzdem.

Recht gute aber teure Versorgung in Cabinda-Stadt. Die Stadt hat etwas portugiesischen Charme. Auch hier gab es sehr reiche Leute mit dicken Allradfahrzeugen, die Landbevölkerung war jedoch bettelarm und lebt in primitiven Bambushüttchen. Auch hier haben wir grosse Hilfsbereitschaft erlebt und oft wurde uns zugewunken und es wurde uns der erhobene Daumen gezeigt. Nur ganz wenige Weisse gesehen.

Ab und zu wurde eine Zigarette gefordert, ansonsten wenig Bettelei. Die Leute sind zurückhaltend und nicht aufdringlich.

Strassenzustände

Gleich nach dem Schlagbaum von Kongo-Brazzaville beginnt eine nervige schlechte Piste. Teerfetzen auch hier und scharfkantige Löcher erschweren ein Vorwärtskommen. Ausweichen der Löcher ist nicht immer möglich. Wenig Verkehr, da die Bevölkerung meist zu Fuss unterwegs ist.
Eine passable Teerstrasse beginnt kurz vor Cacongo und führt nach Cabinda-Stadt. Innerhalb von Cabinda Stadt relativ gute Teerstrassen, jedoch am Stadtrand in Richtung DR-Kongo wieder tiefe Löcher. Danach relativ gute Teerstrasse bis zum Grenzposten Yema.

Visum

In Libreville haben wir das Visum für Angola beantragt und 60'000 CFA für 1 Monat mit 2 Eintritten bezahlt. Es wurden 2 Fotos verlangt und man musste ein dreiseitiges Formular ausfüllen. Haben das Visum an einem Samstag innerhalb von 24 Stunden erhalten. Sehr freundliche Abfertigung. Sekretärin spricht sogar etwas Deutsch.

Autoversicherung

Keine Versicherung abgeschlossen.

Polizei und Grenzen

Gleich am ersten Schlagbaum wurde von einem Soldaten unverschämt ein Geschenk gefordert, doch wurde die Schranke von einem anderen ohne Forderung gleich darauf geöffnet. Sich nicht auf diese Forderung einlassen.

Die Grenzeformalitäten bei der Einreise waren ansonsten korrekt, freundlich und erstaunlich unbürokratisch. Es werden Fotokopien vom Pass und vom Visum am Grenzposten gefordert. Auf den Kopien werden die Eltern und das Fahrzeug vermerkt.

Carnet wurde noch nie so rasch wie an dieser Grenze bearbeitet.

Die Kontrollposten unterwegs nach Cabinda-Stadt waren korrekt und freundlich. Sogar Englisch wurde gesprochen.

Die Ausreise war dafür umso problematischer, da am Sonntag keine Abfertigung stattfindet, mussten wir bis Montag warten. Da es hier Restaurants und Bar mit lautstarker Musik gibt, sind einige Beamte ziemlich angeheitert, lassen einem aber in Ruhe.

Am nächsten Tag dann das böse Erwachen. Die Immigration ist sehr korrupt und schlampig. Trudelten erst um 9:30 Uhr ein, obwohl die Grenze ab 8 Uhr geöffnet ist. Danach wird der Pass nur super langsam bearbeitet. Unfreundliche Beamte! Forderten eine Gebühr, die wir aber nicht bezahlten. Erst als ich drohte im Hotel und Tourismus Ministerium anzurufen, kam etwas Bewegung in die Sache. Danach wurde per Handy überprüft, ob wir uns vorschriftsmässig in der Immigration in Cabinda Stadt gemeldet hatten. Hätten wir dies unterlassen, hätten wir zurückfahren oder Bestechungsgeld zahlen müssen. So hatten sie aber keine Handhabe und mussten uns die Pässe geben. Langwierig und ätzend – ein Sauhaufen.

Das Carnet wurde anstandslos und rasch vom Zoll bearbeitet.

Geld

Unser Kurs war: 1 Euro = 1'000 Kwaza.

Übernachtungen

Die Übernachtung in der Katholischen Mission von Cabinda-Stadt war kostenlos, aber schmuddelig.

Zweite Übernachtung an der Grenze vor dem Schlagbaum. Viel Müll und entsprechende Gerüche. Lärm von der Bar.

Verschiedenes

Dieselpreis: 29 Kwaza / Liter (0.27 Euro) -> 42 Schweizer Räppli

GPS Informationen

Wo

Was

Breitengrad

Längengrad

Cabinda Stadt

Immigration, vor Ausreise muss registriert werden!

S 05° 33.427'

E 012° 11.546'

Cabinda Stadt

Katholische Mission

S 05° 33.760'

E 012° 10.685'

Yema

Grenze Cabinda/DR-Kongo (am Sonntag geschlossen)
Haben dort ein Tag verbracht

S 05° 44.434'

E 012° 17.710'

Tagebücher

Unsere detaillierten Erlebnisse kannst Du in der jeweiligen Woche nachlesen (Datum anklicken):

1. Woche (KW35 2005)
1. Woche (KW36 2005)