| Angola |
07.09.2005 - 18.09.2005
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Im Norden war die Gegend bewaldet. Grosse Baobab-Bäume und eine Kakteen wuchsen am Wegesrand. Im Norden war die Landschaft noch leicht hügelig.
Die Strecke an der Küste nach Luanda war dagegen sehr flach. Im Norden hatten die Leute noch einfach Behausungen, doch ab N’zeto waren die Hütten stellenweise nur noch Erdhügel.
Die Einfahrt nach Luanda war eine wahre Katastrophe. Über eine Stunde mussten wir uns durch die Slums quälen, bis wir zur modernen Innenstadt vorgedrungen waren. Die ganz arme Bevölkerung ernährt sich von Abfällen. Im Süden der Stadt dann die Kehrseite. Reiche Villenviertel mit Palmen am Strand und ein Golfplatz. Innerhalb von einem Tag haben wir 3 super-teure Hummer-Allradfahrzeuge angetroffen. Ein paar Leute müssen stink reich sein. Sicher ist Luanda nicht, in der Nacht hörten wir diverse Male Schüsse fallen. Also keinesfalls nachts noch unterwegs sein.
Hübsche Gegend bis nach Lobito und Benguela. Dort wird viel angebaut und die Leute sind fleissig. Ärmliche Behausungen wechseln sich mit guten Gebäuden aus der Kolonialzeit ab.
In Benguela hübsche Palmenalleen. In Dombe Grande haben wir viel Landwirtschaft angetroffen. Fleissige und doch sehr arme Leute.
Wunderschöne Landschaft von Lucira nach Namibe. Herrliche Buchten und eigenartige Vegetation.
Südlich von Namibe Welwitschias Pflanzen und in der Reserva de Namibe unbedingt bis zum S. Joao do Sul fahren. Oberhalb vom See tolle Übersicht auf das Tal und die kargen Berge. Flamingos im See. Farbenreiche Berglandschaft.
Auf dem Weg nach Lumbango haben wir eine tolle Passfahrt erlebt. Auf 2'027m ging es hoch. In Lumbango das Tundavala nicht verpassen. Schroffe und tiefe Felsschlucht. Super Aussicht auf die Ebene, die tief unter dem Berg liegt. Affen und Dassies (Klippschliefer) gesehen.
Alle Angolaner sind überaus freundlich zu uns gewesen. Oft wurde uns der nach oben gestreckte Daumen gezeigt.
Die Lebensmittelversorgung ist auf dem Land eher dürftig. Auch in Lubango gaben die Supermärkte nicht viel her.
Südlich von Lubango gibt es noch Eingeborene, die an die Himbas in Namibia erinnern.
Auswärts essen gehen war sehr teuer. Wir waren nur einmal in einem Strand-Restaurant in Porto Amboim essen gewesen, der Fisch war miserabel.
Es herrschte Aufbruchstimmung im ganzen Land. Im Süden jedoch mehr als im etwas vernachlässigten Norden.
Strassenzustände
Die meisten Strassen in Angola sind in einem erbarmungswürdigen Zustand.
Die Piste von Noqui war die ersten 77 km in einem sehr guten Zustand, danach kam es aber dick. Erlebnisabenteuer für Offroadfreaks bis kurz vor Lufico, danach wieder gute Piste bis nach Tomboco.
Miserable Teerstrasse von Tomboco bis nach N’Zeto. Teerreste verhindern ein gutes Vorwärtskommen.
Von N’Zeto wird die Strasse etwas besser, doch zahlreiche Schlaglöcher und liegengebliebene LKWs zügeln das Tempo.
Ab Caxito wird die Teerstrasse dann passabel. In Luanda ist die Einfahrt ein wahres Trauerspiel. Über Müllberge und überfüllten Strassen geht es durch die schlimmsten Slums. Behausungen sind aus Müll und die Menschen durchwühlen den Müll um sich zu ernähren. Die Minibusse fahren wie die Räuber, ohne Rücksicht auf Verluste wird drauflos geprescht.
Gute Teerstrassen und viel Verkehr in ganz Luanda - Ausfahrt wieder im Schleichtempo.
Sehr gute Teerstrasse bis kurz nach Sumbe, danach Schlagloch an Schlagloch. Mühseliges Vorwärtskommen. Kurz vor Lobito wird es dann wieder besser. Gute Teerstrasse von Lobito bis nach Benguela.
Gute Piste nach Dombe Grande.
Gute Piste von Dombe Grande nach Cimo, danach halsbrecherische Bergfahrten über Felswege, die nie wirklich eine Strasse waren. Hier wurde zu Kriegszeiten gefahren, als zwischen Benguela und Lubango der Krieg wütete. Keine Minen. Viele Fahrzeugwracks zeugen davon, dass nicht alle die steilen Bergfahrten geschafft hatten. Die Strecke ist sehr einsam und abenteuerlich.
Ab Lucira dann erst einmal ein Stück gute Teerstrasse. Heftige Überschwemmungen in der Vergangenheit haben zahlreiche Brücken weggeschwemmt. Stellenweise Piste.
Ab San Nicolau dann eine sehr gute alte Teerstrasse, die dann in die neue gute Teerstrasse nach Namibe mündet.
Von Namibe nach Tombua gute alte Teerstrasse.
Von Namibe bis nach Lubango neue Teerstrasse. Kurz vor Lubango gute Passstrasse mit Haarnadelkurven, wie in der Schweiz. Wurde von der Europäischen Union gebaut.
Die ersten 100 km von Lubango nach Ondjiva waren gut zum Fahren. Die Schlaglöcher waren mit Erde aufgefüllt worden. Danach ist Schritttempo noch zu schnell. Loch an Loch, mit scharfen Teerkanten. Meist fuhren wir in Schräglage neben der Teerstrasse. Mit dem LKW muss man sich durch die Löcher quälen. Von Humbe bis Ondjiva wird die Strasse dann wieder besser. Ab Ondjiva gute, neue Teerstrasse bis zur Grenze. Vor dem Schlagbaum wurde eine neue Tankstelle gebaut.
Visum
In Libreville / Gabun haben wir das Visum für Angola beantragt und 60'000 CFA für 1 Monat, Douple Entry bezahlt. Es wurden 2 Fotos verlangt und man musste ein dreiseitiges Formular ausfüllen. Innerhalb von 24 Stunden haben wir das Visum erhalten. Freundliche Abfertigung. Sekretärin spricht sogar etwas Deutsch.
Autoversicherung
Keine Autoversicherung abgeschlossen.
Polizei und Grenzen
Die Grenzeformalitäten bei der Einreise waren korrekt, doch extrem langsam. Die Beamten wollten wahrscheinlich Geld rausschinden. Wir demonstrierten genügend Zeit und machten es uns im Auto bequem. Plötzlich ging es dann doch. Das Verhör durch einen Beamten haben wir ausfallen lassen.
Der Zoll bearbeitete das Carnet zügig und routiniert. Keine Fahrzeugdurchsuchung, nicht einmal ein Blick wurde in die Kabine geworfen.
Erste Kontrolle erst kurz vor Caxito. Dort mussten wir unsere Pässe zeigen und angeben woher und wohin wir fahren möchten. Problemlos.
Bei allen weiteren Kontrollstationen wurden wir durchgewunken.
Die Ausreise war ebenfalls problemlos. Einwenig verwirrend, da es keinerlei Schilder gab, die Immigration und den Zoll anzeigten. In der Immigration war dann keiner, doch hinter dem Gebäude gab es nochmals einen Schalter. Möchtegern Führer verdienen sich hier ein paar Dollar und lotsen durch.
Geld
Unser Kurs war: 1 Euro = 100 Kwazas auf der Strasse. Auf der Bank in Namibe haben wir für 1 Euro = 109 Kwazas erhalten.
Übernachtungen
In Tomboco haben wir bei Pater Bento in der Katholischen Mission übernachtet, Dusche und WC im Nebengebäude. Super was er da alles auf die Beine stellt. Er ist sehr kontaktfreudig und es war schön bei ihm. Sehr empfehlenswert. Kosten sind nach eigenen Ermessen zu entrichten.
Busch Camp bei der Reserva de Ambriz.
In der Katholischen Mission in Luanda übernachtet, mit Empfehlung von Pater Bento. Sehr gastfreundliche Priester, grosser Innenhof. Konnten Duschen und WC der Priester benutzen, da alle Zimmer belegt waren. Priester aus aller Welt sind hier anzutreffen. Grosszügigerweise wurde uns der Aufenthalt kostenlos gewährt.
Nächste Übernachtung bei den Strandrestaurants von Porto Amboim. Das Essen war fürchterlich und das Servierpersonal gänzlich unmotiviert. Der grillierte Fisch kostete stolze 15 Euros und war der schlechteste Fisch, den wir jemals in unserem Leben gegessen hatten.
Danach Busch-Camp kurz nach Dombe Grande.
Busch-Camp auf dem Weg nach Lucira.
Busch-Camp kurz vor Namibe.
Busch-Camp in der Reserva de Namibe.
In Lubango übernachteten wir in der Katholischen Mission, in der Nähe von der Ngola Brauerei und Coca Cola-Fabrik.
Busch-Camp kurz vor Chibemba.
Verschiedenes
Dieselpreis: 29 Kwaza / Liter (0.27 Euro) -> 42 Schweizer Räppli
GPS Informationen
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Wo |
Was |
Breitengrad |
Längengrad |
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Nähe Chibemba |
Wild Camp |
S 15° 43.561' |
E 014° 04.225' |
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Coutada do Ambriz |
Wild Camp |
S 07° 49.615' |
E 013° 18.001' |
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Dombe Grande |
Wild Camp |
S 12° 59.633' |
E 013° 05.926' |
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Luanda |
Katholische Mission |
S 08° 50.164' |
E 013° 16.261' |
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Lubango |
Katholische Mission "La Salette" |
S 14° 52.978' |
E 013° 27.538' |
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Nähe Lucira |
Wild Camp |
S 13° 40.429' |
E 012° 37.415' |
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Nähe Namibe |
Wild Camp |
S 14° 52.153' |
E 012° 25.391' |
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Nähe Porto Amboim |
Wild Camp |
S 10° 43.555' |
E 013° 45.219' |
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Reserva de Namibe |
Wild Camp |
S 15° 44.492' |
E 012° 06.423' |
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Tomboco |
Katholische Mission |
S 06° 48.262' |
E 013° 19.773' |
Tagebücher
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